Rommerskirchen: Karnevalisten wollen sparen

Rommerskirchen : Karnevalisten wollen sparen

Für die Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß hat sich der Sessionsstart zum Sorgenkind entwickelt. Die Sitzung ist zu teuer, die Besucherzahlen sind gesunken. Überlegt wird, kleiner zu feiern – die Entscheidung fällt in einigen Wochen.

Für die Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß hat sich der Sessionsstart zum Sorgenkind entwickelt. Die Sitzung ist zu teuer, die Besucherzahlen sind gesunken. Überlegt wird, kleiner zu feiern — die Entscheidung fällt in einigen Wochen.

Nur die wenigsten von den mehreren hundert Jecken, die beim "Fastelovend in Rut un Wieß" ausgelassen den Sessionsstart gefeiert haben, dürften es gewusst haben: Die Karnevalsparty, die 2009 die bisherige Prunksitzung ablöste, könnte die letzte gewesen sein. Die Karnevalsgesellschaft (KG) Rut-Wieß überlegt, die Session künftig in einem kleineren Rahmen zu eröffnen.

Und zwar deutlich vor dem 11.11.: Wie in Köln üblich, sollen sich "bereits im Oktober Mitglieder des Klubs Kölner Karnevalisten mit einem Bühnenprogramm präsentieren", wie Rut-Wieß-Chef Jürgen Schulz verrät. Die bisher bei der Prunksitzung beziehungsweise der an ihre Stelle getretenen Party vollzogene Proklamation des Kinderprinzenpaars wollen die Karnevalisten beibehalten. Offen ist bislang, bei welcher Gelegenheit dies geschehen soll.

Mögen Außenstehende die bisherige Sessionseröffnung mit führenden Stars des Kölner Karnevals nach wie vor als Highlight am Gillbach empfinden: Bei der KG Rut-Wieß ist sie seit Jahr und Tag ein Sorgenkind. Die Besucherzahlen sind gesunken und das Programm hat seinen Preis. Eine endgültige Entscheidung wird nach den Worten von Sitzungspräsident Matthias Schlömer aber erst "in einigen Wochen getroffen".

Ein Blick auf das "Restprogramm" des Karnevals macht allerdings deutlich, dass die Jecken auf hohem Niveau klagen. Rote Zahlen am Sessionsende brauchen sie jedenfalls nicht zu fürchten. Die "Mädchensitzung" wird seit einigen Jahren angesichts der riesigen Nachfrage gleich doppelt angeboten. Gefeiert wird im "Gillbach-Gürzenich", Nettesheimer Weg, am 31. Januar und 3. Februar 2012.

Auftreten werden "Bläck Föös", "Räuber", Brings, "Blötschkopp" Marc Metzger, Guido Cantz und andere. Die beiden Sitzungen sind seit langem ausverkauft, was inzwischen auch für die ähnlich prominent besetzte Herrensitzung am 4. Februar gilt. "Die letzten Karten sind jetzt weg", sagt Matthias Schlömer, der nach seinem Auftritt als Moderator beim jetzigen "Fastelovend in Rut un Wieß" völlig erschöpft war.

Bis in die späte Nacht hinein war er gut sieben Stunden auf der Bühne, was ihn über eine Straffung des Programms nachdenken lässt: "Es muss etwas kürzer werden." Nicht abgespeckt werden soll bei der "Begeisterung", die unter anderem Bernd Stelter,, die "2 Schlawiner", die Tanzgruppe "Rheinveilchen" und die heimischen "Flotte Gillbach Müüs" entfachten.

(NGZ/rl)
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