Karneval in Rommerskirchen: kfd-Närrinnen freuen sich über Zuspruch

Karneval in Rommerskirchen : Närrinnen freuen sich über viel Zuspruch

Die Karnevalsabteilung der Katholischen Frauengemeinschaft St. Martinus feiert in Anstel.

Mögen andere über Mitgliederschwund klagen, die Karnevalsabteilung der Katholischen Frauengemeinschaft St. Martinus ist davon nicht geplagt: Ganz im Gegenteil: Mit allein fünf Tanzgruppen von fünf bis Ü 50 mit insgesamt 70 Tänzerinnen und Tänzern sowie 30 bei Sketchen und Büttenreden aktiven Närrinnen können sie schon seit geraumer Zeit personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir sind stolz auf jeden Einzelnen“, sagt Angelika Pelzer angesichts der stetig nachrückenden, jungen Karnevalisten.“ Einig ist sich die neue Vorsitzende der Karnevalsabteilung, die schon seit 1998 in der Bütt steht, darin mit ihrer Vorgängerin Brigitte Beutner, die das Engagement der Nachwuchskräfte gleichermaßen in höchsten Tönen lobt.

Dafür, dass der „handgestrickte“, durchweg auf eigene Kräfte zählende Karneval nach wie vor in der Lage ist, sein jeckes Publikum zu finden, lieferte die erste von zwei Prunksitzungen der Katholischen Frauengemeinschaft St. Martinus in der rappelvollen Ansteler Schützenhalle jetzt wieder einen schlagenden Beweis. Wie populär das jecke Spektakel unter Vorsitz von Sitzungspräsidentin Britta König ist, zeigte sich schon beim Vorverkuf vor einigen Wochen: Sowohl in der Schützenhalle als auch im Nettesheimer Pfarrheim St. Martinus begann der Vorverkauf jeweils um 13 Uhr, wobei die ersten Käufer(innen) an beiden Standorten bereits um 3 Uhr Quartier machten, um sich die besten Karten zu sichern.

Fast fünf Stunden lang dauerte das abwechslungsreiche Nonstop-Programm mit zahlreichen Sketchen, Tänzen und Büttenreden. Agathe Neunzig und Marlene Jordans hatten einmal mehr den im vergangenen Jahr angefallenen Dorfklatsch gesichtet und nahmen unter dem Motto „Net schlemm, ever net nüdich“ die Highlights aufs Korn: Die drei Schützenfeste im Bereich von St. Martinus boten dafür ebenso genug Stoff wie der mehrfach erwähnte Bürgermeister Martin Mertens. Brigitte Beutner, ansonsten auf bissige Anmerkungen zur Kommunalpolitik spezialisiert, präsentierte sich diesmal stattdessen in der Rolle einer Ärztin, will sich aber 2021 wieder mit der politischen Szenerie am Gillbach beschäftigen. Ann-Christin Pelzer glänzte einmal mehr als Büttenrednerin, während zu den originellsten Sketchen eine Parodie auf die TV-Serie „Tüll und Tränen“ gehörte: Bräute in spe suchten sich auch auf der Ansteler Bühne ihre Hochzeitskleider aus, was zu noch kurioseren Ergebnisse führte, als das Original sie bietet.

Viel Beifall gab es nicht zuletzt für die ausschließlich von Müttern und ihren Töchtern bestrittene Aufführung von Tänzen, der seit den 1980-ern vergangenen Jahrzehnte. Für die passende Musik sorgte bei der jecken Frauensitzung wie schon seit etlichen Jahren das Orchester Markus Quodt.