Karneval 2018: Das war der Karnevalszug in Rommerskirchen

Karneval 2018: Der ruhigste Karneval seit Jahren in Rommerskirchen

Mehr als 40 Gruppen und 800 Teilnehmer machten den Karnevalszug von Rut-Wieß zu einer Attraktion. Der etatmäßige Zugleiter Ralph Konitzer genoss seine neue Position als Prinz im Dreigestirn mit Jungfrau Svenja und Bauer Michael.

Gut 800 aktive Teilnehmer machten sich am Bahnhof in Eckum auf den etwas mehr als anderthalb Stunden dauernden Zug bis in den Ortskern von Rommerskirchen. "Eine so konstante Anzahl an Teilnehmern finden wir super, und es zeigt uns, dass unser Brauchtum immer noch von vielen Menschen angenommen wird", zeigte sich der diesmal pausierende Zugleiter Ralph Konitzer höchst erfreut.

Statt zu Fuß voranzumarschieren, genoss er als Prinz Ralph I. gemeinsam mit seinem Sohn Sven (Jungfrau Svenja) und Bauer Michael Willmann das Spektakel erstmals aus der "luftigeren" Perspektive des Dreigestirn- Wagens der Ansteler Burgritter. Zum Abschluss konnte sich das Rut-Wieß-Kinderprinzenpaar Oliver Blasy und Eva Petermann des Beifalls der den Straßenrand säumenden Zuschauer erfreuen.

Als Zugleiter fungierten diesmal Rut-Wieß-Chef Jürgen Lorenz und Michael Leven. Aufs Publikum ging ein Kamellehagel nach dem anderen nieder - die Gruppen waren durchweg bestens ausgestattet. "Traditionshüter" des Zugs sind seit Jahrzehnten die in unverändert eindrucksvoller Kluft mitmarschierenden "Gillbach-Hunnen" um Peter Klütsch. Nicht über mangelnde Aufmerksamkeit klagen konnten die "Einhörner" um Andrea Kossler.

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Gleiches gilt für die Butzheimer Gruppe um Franceso Franco, die die "roc(k)igen 50-er Jahre" wieder aufleben ließ und als fahrbaren Untersatz hierfür einen aus dieser Zeit stammenden und auf Hochglanz gebrachten Chevrolet Pick-up nutzte. Unter dem Motto "Lachen ist gesund" war das Caritas-Seniorenhaus unter Leitung von Lysann Kirmes dabei. "Jecke Senioren" waren auch unter den "Jrönen Funken" um Martin Lambertz aus Eckum anzutreffen.

Der gestrige Umzug dürfte wohl als der am besten gesicherte in die Karnevalsgeschichte am Gillbach eingehen. Gemeinde und KG hatten beim Sicherheitsdienst mit mehr als 100 Mitarbeitern noch einmal kräftig nachgerüstet. Erneut waren zahlreiche der in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge als "Wagenengel" im Einsatz. Die Verwaltung selbst zeigte mit acht Einsatzkräften Präsenz.

In jedem Fall bis Sonntagmittag war es der ruhigste Karneval seit Jahren, wie Ralf Hoffmann, Bezitksbeamter der Polizei, deutlich machte. Strafrechtlich relevante Delikte, die karnevalsbedingt gewesen wären, waren bis dahin nicht zu verzeichnen. Ärgerlich war die Zahl der Falschparker am Bahnhof: Zehn Autos musste ein Abschleppdienst auf dem Gelände selbst versetzen. In fünf weiteren Fällen erreichte Ralf Hoffmann die Eigentümer, die dieselbe Aufgabe wesentlich kostengünstiger verrichten konnten.

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(NGZ)