1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: K 26 soll sicherer werden

Rommerskirchen : K 26 soll sicherer werden

Der Kreis prüft derzeit Möglichkeiten, die Kurven der Kreisstraße 26 zu entschärfen. Beim Grunderwerb zu Jahresbeginn wurde ein geplanter Radweg gestrichen. Aus Sicht von SPD und UWG besteht Handlungsbedarf.

Auch wenn der Rhein-Kreis Neuss im März einen Radweg entlang der Kreisstraße 26 zwischen Evinghoven und Deelen gestrichen hat, bleibt die K 26 weiterhin auf der politischen Tagesordnung. Die Kreisverwaltung kündigte kürzlich an, im kommenden Jahr neue Planungen vorzustellen. Dabei geht es keineswegs um den Radweg allein.

Schon vor Jahren hatte die Gemeinde den Kreis gebeten, die Kurven in diesem Bereich zu entschärfen und einen Kanalanschluss für die hier äußerst prekäre Entwässerung anzulegen. In der 90-Grad-Kurve an der Abzweigung zum Deelener Rosenhof etwa staut sich das Regenwasser oft tagelang — für Autos und Motorradfahrer aber ebenso für Radler bietet dies ein beträchtliches Gefahrenpotenzial.

Davon abgesehen, gilt sie als die letzte derart schmale und scharfe Kurve im Kreisgebiet. "Durch die Tieflage der K 26 sind Radfahrer für Autofahrer erst im letzten Augenblick sichtbar, weshalb das Radfahren hier sehr gefährlich ist", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Mertens.

Erst kürzlich hat er sich im Kreisausschuss für Nahverkehr und Straßenbau noch einmal für eine Lösung des Problems ausgesprochen. Die darf nach seiner Meinung keineswegs daran scheitern, "dass aufgrund eines Verkaufsunwilligen sämtliche Sanierungs- und Verkehrssicherungsmaßnahmen gestrichen werden". Immerhin werde die Strecke von Schul- und Linienbussen ebenso intensiv genutzt wie vom Berufsverkehr.

Dass die Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer gescheitert waren, führte letztlich zur Streichung des Radwegs, der in der Prioritätenliste des Kreises schon weit vorgerückt war. Aus Sicht von Martin Mertens muss jedenfalls an der K 26 "dringend etwas passieren: Notfalls muss der Radweg auf der anderen Straßenseite gebaut werden, da es hier keine Probleme mit dem Eigentümer gibt", sagt der Sozialdemokrat.

Die UWG-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger sieht dies ähnlich. "Der Kreis hatte ursprünglich ein Riesenprojekt daraus gemacht", erinnert sie an die 2010 im Rommerskirchener Bauausschuss präsentierte Planung, deren Umsetzung gut eine halbe Million Euro gekostet hätte.

Ein entsprechender Förderantrag war bereits fertig. Ulrike Sprenger hofft nun auf "eine einfachere Regelung", die weniger kostenintensiv wäre, aber gleichfalls die K 26 wirksam entschärfen könnte. Martin Mertens hält es für denkbar, "so lange eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu verhängen, bis die neue Streckenführung fertig ist."

(NGZ)