Jugendtreffen mit Rommerskirchenern führte ins Dreiländer-Eck.

Deutsch-französische Jugendbegegnung: Vom Europahaus zur „Teufelsschlucht“

"In Vielfalt geeint" - Jeweils 14 deutsche und französische Jugendliche auf den Spuren des EU-Mottos unterwegs.

Die jüngste Auflage der deutsch-französischen Jugendbegegnung hätte nicht passender beginnen können: Für die DFB-Elf war eh nichts mehr zu gewinnen, doch der gemeinsam in der Jugendherberge Bollendorf verfolgte Sieg Frankreichs im WM-Finale gegen Kroatien sorgte bei den jeweils 14 Jugendlichen aus Rommerskirchen und der Partnergemeinde Mouilleron le Captif für gleichermaßen gute Laune.

Die verloren sie auch im Lauf der nächsten Tage nicht, die zu etlichen Ausflügen im Dreiländer-Eck von Deutschland, Belgien und Luxemburg genutzt wurden. „Neben den Ausflügen standen Sprachanimationen zum spielerischen Erstkontakt mit der jeweiligen Partnersprache sowie gemeinsame Spiele zum Kennenlernen und zur Förderung des deutsch-französischen Gruppengefühls auf der Agenda“, berichtet Ramona Wehry, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Mouilleron le Captif.

Am Beginn stand gleichsam ein Gang zu den Wurzeln, nämlich ein Besuch in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Dort wandelten die Jugendlichen in binationalen Teams mit Hilfe einer von Ramona Wehry ausgearbeiteten deutsch-französischen Rallye auf den Spuren der Römer. Zwecks Stärkung des Gruppengefühls stand anderntags eine Kanutour auf dem Programm. Michael Willmann, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, wies die Unerfahrenen zunächst in die Technik des Paddelns ein und begleitete anschließend die 17 Kilometer lange Fahrt auf der Sauer.

  • Remscheid : Deutsch-französische Freundschaft

Im Europahaus, dem Sitz der Vertretung des Europäischen Parlaments in Luxemburg, brachte Bernard Guille den Jugendlichen in einem Vortrag die Ziele der EU näher. Während eines von Ramona Wehry geführten und kommentierten Spaziergangs durch die Altstadt, erklärten die Jugendlichen jeweils in ihrer Landessprache, was sie selbst unter dem Motto „In Vielfalt geeint" verstehen. Annaëlle Benoist zum Beispiel versteht darunter, „dass man trotz Kulturunterschiede vereint sein kann“. Aaron Kathers Auffassung besagt, dass man „alles zusammen machen kann, egal welche Sprache man spricht.“ Torben Kossler schließlich resümiert die europäische Devise „In Vielfalt geeint" in einen einfachen Begriff: Freundschaft.

In nachdrücklicher Erinnerung bleiben dürfte den Jugendlichen auch der Besuch im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen, wo lebensgroße Saurier-Nachbildungen zu bestaunen waren. Nach der Rückkehr im französischen Bus empfing Bürgermeister Martin Mertens die Jugendlichen, die sich spontan in einen Chor verwandelten und ihm auf deutsch, französisch und englisch zum Geburtstag gratulierten. Tags daraufhieß es für die französischen Jugendlichen, Abschied zu nehmen. Im Hoeninger Jugendtreff „STEP“ gab es zunächst einen Kurzfilm über die ereignisreichen Tage in Bollendorf. Zum Ausklang gab es dann eine Fete - wie es sich gehört, ganz ohne Eltern.