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Rommerskirchen: Jugendheim-Umbau kann beginnen

Rommerskirchen : Jugendheim-Umbau kann beginnen

Die St. Sebastianus-Bruderschaft kann das Jugendheim St. Briktius umbauen. Die Gemeinde zahlt 10 000 Euro Zuschuss.

Seit die Gaststätte "Zum alten Posthorn" geschlossen hat, sind Oekoven, Deelen und Ueckinghoven die einzigen Orte der Gemeinde ohne einen Versammlungsraum. Dies soll sich bald ändern. Nachdem sich die St. Sebastianus-Bruderschaft schon vor mehr als anderthalb Jahren dazu entschlossen hatte, das katholische Jugendheim St. Briktius umzubauen, sind nun alle Voraussetzungen hierfür geschaffen. "Das Generalvikariat hat zugestimmt", sagt Willi Hermanns, der im Kirchenvorstand für Bauangelegenheiten zuständig ist.

Nachdem Bürgermeister Albert Glöckner bereits Anfang 2012 seine Unterstützung zugesagt hatte, ist auch die Gemeinde Rommerskirchen mit im Boot. Sie beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro, den der Rat einstimmig gebilligt hat. Die Bruderschaft hatte eigentlich 20 000 Euro beantragt, doch mehr war laut Dezernent Elmar Gasten angesichts der angespannten Haushaltslage nicht drin. Gasten ist jedoch zuversichtlich, dass es der Gemeinde gelingen werde, weitere 10 000 Euro durch Sponsoren aufzutreiben. Laut Brudermeister Michael Schaaf sind die ursprünglichen Vorstellungen "auf das Wesentliche eingedampft worden". Nicht umsetzbar ist eine barrierefreie Umgestaltung. Die würde Bürgermeister Albert Glöckner zufolge zwar eine höhere öffentliche Förderung möglich machen, kostet aber "ein Heidengeld", wie Willi Hermanns sagt.

Kern des Projekts ist eine Dreiteilung des elf mal 18 Meter großen Saals im Jugendheim. Die nötige mobile Trennwand kostet allein bereits 20 000 Euro. Der bisher nur für Großveranstaltungen wie etwa Karnevalssitzungen nutzbare Raum kann jetzt auch für kleinere Treffen genutzt werden. Was mit Blick auf die Energiekosten wichtig ist, die sonst kaum in den Griff zu bekommen wären. Auch die Decke im Saal des Jugendheims wird erneuert, wobei auch eine energiesparende Beleuchtung installiert wird. Willi Hermanns zufolge wird der gesamte Umbau "wesentlich weniger Energiekosten" zur Folge haben. Wie er sagt, liegt der Entwurf eines Nutzungsvertrags zwischen der Kirche und der Bruderschaft bereits vor. Er wird eine Laufzeit von 20 Jahren haben. Die Kirche bleibt Träger des Jugendheims, das nicht allein von ihrem Vertragspartner genutzt werden kann. Kleinere Feiern oder Trauergesellschaften können wie bisher abgehalten werden. Michael Schaaf zufolge will die Bruderschaft auch mit dem Seniorennetzwerk 55 plus über eine mögliche Nutzung des Jugendheims sprechen.

Kosten wird das Projekt die Oekovener Sebastianer ungeachtet aller Abstriche immer noch 35 000 bis 40 000 Euro. Ursprünglich lagen sie mit 70 000 Euro sogar noch etwas höher als der im Februar 2012 von Willi Hermanns prognostizierte Betrag von bis zu 60 000 Euro. Neben dem Gemeindezuschuss und der Hoffnung auf Sponsoren werden auch eigene Mittel der Bruderschaft eingesetzt. Hinzu kommen soll eine Haussammlung in Oekoven, Ueckinghoven und Deelen.

"Wir müssen beim Bauamt eine Nutzungsänderung beantragen, was aber reine Formsache sein dürfte", sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands. Gleiches gilt für die letztendliche Genehmigung des Generalvikariats, die für alle Baumaßnahmen gilt, deren Kosten 15 000 Euro übersteigen. "Wenn alles gut geht, kann es im Herbst losgehen", sagt er.

(NGZ)