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Rommerskirchen: Jugendaustausch fehlt Geld

Rommerskirchen : Jugendaustausch fehlt Geld

Das Ferienprogramm für Jugendliche aus Rommerskirchen und Mouilleron le Captif war ein Erfolg. Die Beteiligten würden die Jugendbegegnung gern jährlich sehen. Dies scheitert zumindest einstweilen auch an den Finanzen.

Heike Ritter sprach bei der Abschlussfeier wohl manchen Gasteltern und vielen Jugendlichen aus der Seele: "Es ist sehr schade, dass die Jugendbegegnung nur alle zwei Jahre stattfindet." Die Rommerskirchenerin, die Ende Juli einige Tage lang Gastmutter für ein Mädchen aus Mouilleron le Captif war, würde vielmehr einen Ein-Jahres-Turnus befürworten, doch den wird es wohl bis auf Weiteres nicht geben.

Jährliche Besuche privat

Das macht zumindest Jupp Kirberg deutlich, der die zehntägigen Ferien, gut eine Woche davon in der Eifel, gemeinsam mit Nicole Musiol von der Gemeindeverwaltung vorbereitet hat. "Es lässt sich leider nicht anders organisieren", sagt Kirberg. Eine denkbare Alternative könnte darin bestehen, dass es auf rein privater Basis zu jährlichen Besuchen von Jugendlichen der beiden Partnergemeinden kommt. Eine Rolle spielt dabei das Geld, konkret die zu erwartenden Zuschüsse. Die jetzige Jugendbegegnung mit einem sechstätigen Aufenthalt in der Wildenburg — dem Schullandheim Grevenbroichs — hat rund 8000 Euro gekostet.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk hatte seinen bisherigen Zuschuss auf fast die Hälfte reduziert. Demgegenüber flossen vom Kreisjugendamt wie gewohnt 2000 Euro. "Wir müssen uns halt wieder ein finanzielles Polster zulegen, um das deckeln zu können", sagt Ursula Loux-Schorsch und verweist auf die Notwendigkeit, Spenden zu akquirieren.

Was das jetzt zu Ende gegangene Jugendtreffen angeht, fällt ihr Fazit positiv aus: "Nach anfänglicher Skepsis ist aus Euch eine sehr nette Truppe geworden", attestiert die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees den jeweils 15 Jugendlichen aus Mouilleron le Captif und Rommerskirchen. Die Eifel war erstmals als Reiseziel ausgewählt worden, auch wegen ihres landschaftlichen Reizes, der ein Kontrastprogramm zur Vendée bildet. Vor allem die Wälder und Berge hätten die französischen Jugendlichen beeindruckt, sagt Eddy Voyer, einer ihrer Betreuer, der schon bei früheren Treffen mit von der Partie war. Zu den Highlights zählte eine Schnitzeljagd in Aachen.

Besteht die Gemeindepartnerschaft inzwischen zehn Jahre, wird dieser Geburtstag für die bisher viermalige Jugendbegegnung 2014 fällig. "Einige Ideen", wie dann der Gegenbesuch ablaufen soll, hat Eddy Voyer bereits. Zumindest landschaftlich wird es keine große Qual der Wahl geben: Der nahe gelegene Atlantik ist in dieser Hinsicht stets die Hauptattraktion.

Auf der deutschen Seite bleibt die Hoffnung, dass die künftigen Zuschüsse wieder etwas großzügiger ausfallen werden, um so den Fortbestand des inzwischen bestens etablierten Ferienprogramms sichern zu können.

(NGZ)