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Jugend in Rommerskirchen: digitale Jugendkonferenz hatte nur wenig Teilnehmer.

Jugend in Rommerskirchen : Erste digitale Jugendkonferenz hatte nur wenig Teilnehmer

Von insgesamt 20 Teilnehmern waren nur sechs Jugendliche. Der nächste digitale Austausch ist für das Frühjahr 2021 geplant. Außerdem will der Bürgermeister Jugendliche in den Ratssaal einladen.

Die sechste Auflage der Rommerskirchener Jugendkonferenz fand am Donnnerstag statt – in diesem Jahr zum ersten Mal in digitaler Form. Insgesamt 20 Teilnehmer tauschten sich über die Plattform „Zoom“ aus und äußerten Anregungen, Fragen und Wünsche. Die Resonanz war unerwartet gering: Es nahmen nur sechs Jugendliche im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren sowie Mitarbeiter des Jugendamtes und interessierte Ratsleute an der einstündigen Konferenz teil.

„Ich vermute, dass sich weniger Jugendliche als in den Jahren zuvor beteiligt haben, weil die Konferenz in diesem Jahr über den digitalen Weg stattgefunden hat“, sagt Bürgermeister Martin Mertens. „In den Vorjahren war es so, dass die Jugendlichen persönlich mit mir sprechen und direkt Fragen äußern konnten.“

Die Konferenz wurde mit einem Rückblick auf das laufende Jahr eingeleitet. Außerdem wurden die anstehenden Veränderungen für das Jahr 2021 besprochen. In 2020 hatte die Stadt Rommerskirchen Aufenthaltshütten bauen lassen. „Wenn sich die Jugendlichen nicht in der Stadt oder bei sich zu Hause treffen möchten, können sie diese Jugendhäuser nutzen“, so Mertens. Außerdem wurden an den Spielplätzen Mülleimer in Form von Basketballkörben aufgestellt. Im kommenden Jahr möchte die Stadt den bestehenden Busverkehr mit dem „RoKi-Liner“ ergänzen. Dieser soll speziell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet sein. Darüber hinaus ist die Eröffnung eines sogenannten „Dirt-Park“, zu Deutsch „Schmutz-Park“, in Planung. „Der Park soll mit meterhohen Rampen ausgestattet sein, sodass sich insbesondere Nutzer von BMX-Rädern wohlfühlen werden“, sagt Mertens. Die Bauphase soll im kommenden Jahr beginnen und die Fertigstellung im Jahr 2022 erfolgen.

Darüber hinaus haben die Jugendlichen den Wunsch nach der Beteiligung an der Kommunalpolitik geäußert. Der Bürgermeister hat deshalb für nach den Sommerferien eine Veranstaltung im Ratssaal geplant. Er möchte den jungen Menschen die Mechanismen der Kommunalpolitik näher bringen und erklären, wie sie sich in politische Prozesse einbringen können.

Obwohl Mertens mit mehr Teilnehmern gerechnet hatte und die digitale Konferenz laut ihm „noch nicht ganz gefruchtet“ habe, wird im Frühjahr ein erneuter digitaler Austausch stattfinden.

„Ich möchte den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich in die Kommunalpolitik einzubinden und Anregungen und Kritik zu äußern“, sagt er. Dann schaue man zusammen, wo genau der Schuh drückt und suche gemeinsam nach Lösungen.