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Jüchen/Rommerskirchen: Strukturwandel mit Eisspeicher und neuen Bauhof

Projekte in Rommerskirchen und Jüchen : Strukturwandel mit Eisspeicher

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ermuntert die Kommunen Jüchen und Rommerskirchen zur Weiterentwicklung ihrer Zukunftsprojekte. Kreis und Kommunen kooperieren beim Strukturwandel.

Wenige Tage vor der Stichwahl mit seinem Herausforderer Andreas Behncke (SPD) hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) die Bedeutung des Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier betont und die Stadt Jüchen und die Gemeinde Rommerskirchen ermuntert, ihre damit zusammenhängenden Projekte weiterzuentwickeln und Fördergelder dafür bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier zu beantragen. Der Strukturwandel bringe Herausforderungen mit sich, biete aber auch Chancen, um zum Beispiel einen Mehrwert für Bürger und Unternehmen im Kreis zu schaffen, urteilte Petrauschke.

Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens (CDU) und sein Rommerskirchener Kollege Martin Mertens (SPD) halten die Zusammenarbeit mit dem Kreis bei der Gestaltung des Strukturwandels übereinstimmend für gelungen. „Uns eint das gemeinsame Ziel bestehende Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und einen nachhaltigen Wandel erfolgreich umzusetzen“, sagt Zillikens. Mertens ergänzt: „Entscheidend ist, dass wir im Rahmen des Strukturwandels nicht nur über Gemeinde-, Stadt-, Kreis- und Regierungsbezirksgrenzen hinweg zusammenarbeiten, sondern auch über Parteigrenzen. Die vielen Initiativen unter anderem im ‚Bündnis Strukturwandel gestalten‘, die auch Rommerskirchen mit angestoßen hat, zeigen jetzt erste Erfolge.“

Unter dem Schlagwort „Smart City“ sollen in Rommerskirchen die Projekte „Roki-Liner“ und „Eisspeicher“ umgesetzt werden. Mit dem Eisspeicher soll auf besonders umweltschonende Art die Nutzung von Umweltenergie mittels hocheffizienter Anlagentechnik praktiziert werden. Die Wärmeversorgung des Areals „Im Kamp“ soll dabei über ein kaltes Nahwärmenetz mit einem Eisspeicher in Verbindung mit dezentralen Sole-Wasser-Wärmepumpen erfolgen. Zudem soll die Eigenstromversorgung mit Photovoltaik die Wärmepumpe unterstützen. Dies erhöht den regenerativen Anteil und verbessert die Wirtschaftlichkeit. Der „Roki-Liner“ soll in Rommerskirchen ein flächendeckendes, an die Nachfrage angepasstes und bedarfsgesteuertes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr schaffen. Dieses soll die bestehenden Angebote ergänzen und sowohl die Vernetzung der Ortsteile untereinander, mit dem Bahnhof und der künftigen Mobilstation stärken, als auch die Erreichbarkeit von Unternehmen für Mitarbeiter und Kunden verbessern.

Jüchen ist zusammen mit dem Zweckverband Landfolge Garzweiler im SofortprogrammPlus mit dem „Innovationspark Erneuerbare Energien“ berücksichtigt. Des Weiteren haben auf Jüchener Stadtgebiet Projekte des Zweckverbands Landfolge Garzweiler wie die Leitbildentwicklung Grünes Band und Innovation Valley Berücksichtigung gefunden. Über einen Qualifizierungsprozess des Förderprogramms Starterpaket Kernrevier hat Jüchen sich mit dem Projekt „Zentraler, energieautarker Bauhof“ beteiligt. Es soll u. a. eine moderne Hackschnitzelheizung installiert werden. Die Anlage soll in Kooperation mit der Stiftung Schloss Dyck und landwirtschaftlichen Betrieben betrieben werden. Der Baubetriebshof, der sich auf drei Standorte verteilt, soll durch einen modernen Neubau an zentraler Stelle des Stadtgebiets ersetzt werden. Für die Ladung der E-Fahrzeuge des Fuhrparks wird eine Photovoltaik-Anlage installiert.

(ssc)