Rommerskirchen: In weniger als fünf Monaten ins neue Heim

Rommerskirchen: In weniger als fünf Monaten ins neue Heim

Philipp und Hannah Hartmann sind am Ziel ihrer Wünsche. Wie erhofft, können sie Weihnachten im Neubau am Steinbrink feiern.

Der letzte Akt des Umzugs verlief ebenso zügig wie die gesamte Bauphase: Um 7 Uhr morgens fuhr in Köln-Klettenberg der Möbeltransporter der Firma Erdmann vor. Deren Mitarbeiter nahmen sich der Fracht an, schraubten sie, wo nötig, auseinander und verpackten sie fachgerecht in Kartons.

Um 12.30 Uhr trafen sie dann an ihrem Bestimmungsort am Steinbrink ein, wo das gute halbe Dutzend Arbeiter noch einmal drei Stunden benötigte, bis das wichtigste Mobiliar wieder ausgepackt und aufgestellt war. "Mit den Kartons und Regalen werden wir noch ein paar Tage und Wochen zu tun haben", sagt Philipp Hartmann, der mit seiner Frau Hannah und dem gemeinsamen Sohn Jonas dem ersten Weihnachtsfest im neuen Zuhause entgegensieht. "Den Weihnachtsbaum haben wir auch schon", sagt Hartmann, demzufolge im Wohnzimmer derzeit "noch ziemlich viel Platz" übrig ist.

Am 17. Juli dieses Jahres hatten die Bauarbeiten begonnen, am 6. Dezember erfolgte bereits die Schlüsselübergabe. Im September wurde das Dach binnen eines Tages errichtet, und alles ging so eilig vonstatten, dass für ein Richtfest keine Zeit blieb. Philipp Hartmann hat das Bauprojekt durchaus generalstabsmäßig geplant. Als er auf einschlägigen Internetforen kaum Grundstücke fand, die seinen Vorstellungen entsprachen, begann er die Bebauungspläne von Städten und Gemeinden aus der Region zu studieren - wobei er auf Rommerskirchen stieß.

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Um sich die von vielen gewünschte Option auf ein Grundstück zu sichern, lernte er natürlich auch eine "Spezialität" der Gemeinde kennen: Grundstücksinteressenten, die ihr Kaufinteresse dokumentieren wollen, können dies unter anderem dadurch tun, dass sie vor der eigentlichen Unterschrift eine Nacht im Rathaus verbringen. Quasi als Minimum: "Ich war von Montag bis Dienstag da, andere haben dort auch schon fünf bis sieben Nächte verbracht", erinnert sich Hartmann.

Außergewöhnliche Auflagen oder Einschränkungen gab es beim Bau seines Hauses nicht, auch auf einen Keller musste die Familie Hartmann nicht verzichten. "Bei uns war ja schon alles ausgebuddelt", sagt Philipp Hartmann mit Blick auf die Ausgrabungen fränkischer und römischer Siedlungen. Dass letzten Endes alles so zügig vonstatten gegangen ist, hat auch damit zu tun, dass er von Beruf Bauingenieur ist. "Beim Rohbau hätte ich schon gesehen, ob da Fehler sind", während für den Innenausbau schließlich ein TÜV-Experte zuständig war, denn Hartmann ist Spezialist für Industriebauten.

Während seine Frau Hannah tatsächlich gebürtige Kölnerin ist, ist ihm selbst die Gemeinde am Gillbach nicht unbekannt. Aus Neuss stammend, hat Philipp Hartmann nämlich das Norbert-Gymnasium in Knechtsteden besucht. "Orte wie Anstel oder Frixheim sind mir daher durchaus geläufig" erzählt der Neu-Rommerskirchener.

(NGZ)