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Rommerskirchen: Im Januar können Senioren in 22 neue Wohnungen einziehen

Rommerskirchen : Im Januar können Senioren in 22 neue Wohnungen einziehen

Für die in Regie der Wrede Gesundheitsbau gleich neben dem Caritas-Haus St. Elisabeth entstehenden Wohnungen konnte programmgemäß Richtfest gefeiert werden. Alle 22 Wohnungen konnten bereits vorab verkauft werden.

Für die in Regie der Wrede Gesundheitsbau gleich neben dem Caritas-Haus St. Elisabeth entstehenden Wohnungen konnte programmgemäß Richtfest gefeiert werden. Alle 22 Wohnungen konnten bereits vorab verkauft werden.

Im September 2011 hatte Hans-Werner Reisdorf, Geschäftsführer der Caritas-Seniorendienste, gegenüber der NGZ davon gesprochen, dass die Caritas einen Investor für Seniorenwohnungen suche. Das entsprechende Grundstück gleich neben dem Seniorenhaus St. Elisabeth hatte sich die Caritas bereits 2001 gesichert. Im Internet stieß die beim Bau solcher Wohnungen erfahrene Firma Wrede Gesundheitsbau auf den NGZ-Artikel, und danach ging alles vergleichsweise schnell: Im März 2012 gab der Rat grünes Licht für das Projekt, vergangenen November wurden die Notarverträge unterzeichnet und jetzt konnte bereits Richtfest gefeiert werden.

"Nach dem harten Winter sind wir wieder voll im Plan", sagt Firmenchef Wilhelm Wrede. Im Januar sollen die samt und sonders bereits verkauften 22 Wohnungen bezugsfertig sein. Schon im November 2012 hatte es für die Hälfte der Wohnungen feste Kaufinteressenten gegeben. Neben den zwischen 60 und 74 Quadratmeter großen Wohnungen gibt es fünf weitere Apartments, die zwischen 40 und 50 Quadratmeter groß sind. Die sollen bis auf weiteres im Eigentum der Wrede Gesundheitsbau bleiben, wie deren Chef sagt.

Die Bezieher der neuen Wohnungen werden vor dem Einzug einen Betreuungsvertrag mit der Caritas unterzeichnen. Nach Auskunft von Monika Pigorsch, der Leiterin von St. Elisabeth, werden Ehepaare voraussichtlich eine Pauschale in Höhe von rund 140 Euro und Alleineigentümer etwa 100 Euro zahlen. Damit ist der Service der Caritas gewährleistet, so er denn nötig werden sollte. Die Wohnungen werden von Beginn an in die Notrufsysteme des Wohlfahrtsverbands integriert sein.

Für Hans-Werner Reisdorf war das der Fertigstellung entgegeneilende Projekt von vornherein Bestandteil der von der Caritas angestellten Überlegungen. Neben allen von der Caritas betriebenen Altenheimen im Rhein-Kreis Neuss befänden sich solche Wohnungen. Was Reisdorf besonders freut, ist die Tatsache, dass das Caritas-Haus und die neuen Wohnungen längst nicht mehr fernab des Rommerskirchener Ortskerns auf der grünen Wiese liegen. "Wir sind im Dorf angekommen", sagt Reisdorf angesichts der fortgeschrittenen Bebauung rund um den Nettesheimer Weg. Die wird sogar noch zunehmen, wenn dort das wegen der archäologischen Untersuchungen derzeit "brachliegende", neue Bebauungsgebiet tatsächlich in Angriff genommen werden kann (die NGZ berichtete).

Bürgermeister Albert Glöckner freute sich über die "große Bereicherung durch die neuen Wohnungen". Derzeit sind ihm zufolge in der Gemeinde "122 altengerechte oder betreute Wohnungen im Bau, teilweise sogar schon im Erstbezug". Beim Richtfest unterhielten sich Hans-Werner Reisdorf und Carsten Friedrich vom Gebäudemanagement der Gemeinde schon einmal über ein mögliches weiteres Projekt. Die Caritas besitzt nämlich in der Nähe des Seniorenhauses noch ein weiteres Grundstück, das bislang ungenutzt ist. Konkrete Planungen gibt es hier zwar noch nicht. Ungeachtet erhöhter Anforderungen an den Schallschutz erscheint es denkbar, dort ein Bürohaus einzurichten, in dem zugleich die Möglichkeit zum Wohnen bestehen könnte.

Im Seniorenhaus St. Elisabeth steht heute übrigens ein neues Highlight bevor: Als Dankeschön für das Engagement von 30 Ehrenamtlerinnen, die monatlich für einen Familiennachmittag mit den Angehörigen der Bewohner sorgen, wird um 16 Uhr der Top-Karnevalist Jupp Mendt (Ne kölsche Schutzmann) ein Gastspiel im großen Saal des Seniorenheims geben.

(NGZ)