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Rommerskirchen: Hoffen auf Umgehungsstraßen

Rommerskirchen : Hoffen auf Umgehungsstraßen

Bürgermeister Albert Glöckner sprach am Tag der Auflösung des Landtags mit NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger über die beiden Ortsumgehungen. "Wir sind auf großes Verständnis gestoßen."

Ungeachtet aller Turbulenzen, die es rund um die Auflösung des Landtags gab: Das schon länger terminierte Gespräch von Bürgermeister Albert Glöckner mit NRW-Verkehrs- und Bauminister Harry K. Voigtsberger über die Umgehungsstraßen B 59n und B477n kam wie geplant zustande — und blieb auch nicht ohne Ergebnisse, wie der Rathauschef anschließend mit verhaltenem Optimismus deutlich machte: "Wir sind guter Hoffnung, Verständnis zu finden", sagte Albert Glöckner nach der Unterredung mit dem Minister.

Dabei ging es nicht um einen — von den Bundesfinanzen abhängigen — tatsächlichen Baubeginn, sondern ausschließlich darum, "die bisherigen Planungsergebnisse zu sichern", wie Albert Glöckner erläutert. Vom Tisch ist das Angebot der Gemeinde, die noch ausstehende Restplanung für die B 59 n gegebenenfalls in eigener Regie vorzunehmen und auch selbst zu bezahlen. SPD-Fraktionschef Martin Mertens, der an dem Gespräch in Düsseldorf ebenso teilnahm wie der Landtagsabgeordnete Fritz Behrens, ist der Auffassung, dass die Bereitschaft der Gemeinde, selbst in die Bresche zu springen, sich jedoch im Ministerium als ein "Pluspunkt" erwiesen habe. Was die B 59 n im Bereich der Ortsumgehung Sinstedens angeht, wird die Zentrale des Landesbetriebs Straßenbau in Gelsenkirchen ihre Planungsunterlagen nun der Bezirksregierung vorlegen. Glöckner zufolge ist mit einer mindestens drei Monate dauernden Prüfung zu rechnen. Danach könnte dann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet und abgeschlossen werden — an dessen Ende dann das Baurecht stünde. Stockte das Verfahren weiter, bestünde über kurz oder lang die Gefahr, dass angefertigte Gutachten und andere Unterlagen schlichtweg veralteten. "Die Planung von mehr als zehn Jahren wäre umsonst gewesen. Wir würden wieder vor der Jahrtausendwende anfangen müssen", so Glöckner.

Was die Umgehungsstraße B 477n von Anstel bis Rommerskirchen angeht, besteht nun endgültig Klarheit darüber, dass es bei der weiteren Planung um die komplette Streckenführung und nicht um zwei unterschiedlich gewichtete Teilabschnitte gehen wird. Hier läuft das Linienbestimmungsverfahren, das Glöckner zufolge noch einige Monate dauern wird. Die konkrete Linienführung muss dann durch einen Bescheid von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bestätigt werden, ehe das Planfeststellungsverfahren anstünde. Ansonsten gilt laut Glöckner für B 477n und B 59n: "Der Bau kann erst beschlossen werden, wenn der Bund die Finanzmittel bereitstellt.

(NGZ/url)