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Hilfe wegen Coronavirus: Schützen aus Oekoven starten Hilfsservice

Hilfe in Rommerskirchen : Schützen aus Oekoven starten Hilfsservice

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft übernimmt Einkäufe und Besorgungen – und liefert nach Hause.

Die Menschen aus der Region rücken angesichts der Ausbreitung des Coronavirus immer weiter zusammen. Zahlreiche Hilfsangebote existieren bereits, die St.-Sebastianus-Bruderschaft aus Oekoven zieht nun nach. Die Schützengemeinschaft hat einen Corona-Hilfsdienst für die Ortschaften Oekhoven, Deelen und Ueckinghoven in die Wege geleitet.

Der Service ist für alle Dorfbewohner gedacht, die aufgrund des Coronavirus zum Beispiel unter Quarantäne stehen, nicht flexibel oder verängstigt sind. Vor allem ältere und vorerkrankte Menschen sollen damit angesprochen werden. Das Ziel der Aktion: Ehrenamtliche Fahrer übernehmen wichtige Einkäufe oder Besorgungen und bringen sie im Anschluss direkt nach Hause. Zu erreichen ist der Dienst mittelt zwei zentralen Telefonnummern (0173 1822631 oder 01575 6238410).

„Wir wollen Leuten helfen, die in dieser Zeit nicht so können, wie sie wollen“, sagt Brudermeister Lothar Gross. Solidarität, Zusammenhalt und Miteinander – das alles seien Begriffe, die sich die Schützen auf die Fahne geschrieben hätten. 21 Personen – überwiegend aus dem Kreis der Bruderschaft, aber auch aus dem Dorf – stünden für Hilfe bereit. Koordiniert werden die Fahrten über eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe auf dem Smartphone. Dort wird jeder Auftrag verteilt.

Bislang sind allerdings erst zwei oder drei Hilfegesuche eingegangen. „In einer ländlichen Gegend wie in Rommerskirchen ist oft die Familie in der Nähe“ mutmaßt Gross über die Gründe dafür. „Deshalb übernehmen zum Beispiel oft Angehörige den Einkauf für die Großeltern.“ Davon will sich die St.-Sebastianus-Bruderschaft Oekoven aber nicht beirren lassen. „Wir stehen allzeit bereit“, sagt Gross. „Falls wir mehr Aufträge bekommen, etwa weil sich die Situation verschlimmert, sind wir für die Menschen da.“

Die Resonanz auf die Hilfsaktion, die die erste ihrer Art für Rommerskirchen ist, ist durchweg positiv. „Wir werden selbst auf der Straße angesprochen, wenn wir spazieren gehen“, berichtet Gross. In Gesprächen machen die Dorfbewohner dann deutlich, wie toll sie die Idee einer Corona-Hilfe für die Gemeinde finden. „Viele Leute sagen uns, dass sie das sehr gut finden“, berichtet der Brudermeister.

Selbst Bürgermeister Martin Mertens lobt die ehrenamtliche Tätigkeit der Schützen. „Wenn Sie Hilfe benötigen, scheuen Sie sich nicht und melden sich bei den Helfenden unter der angegebenen Nummer“, sagt er. Der Initiative der Bruderschaft Oekoven gelte in Zeiten der Corona-Krise sein großer Dank. Mertens weiter: „Ich bin begeistert von so viel ehrenamtlichen Engagement.“ Der Bürgermeister der Gemeinde hofft, dass die Menschen im Kampf gegen das Coronavirus weiterhin so gut zusammenstehen wie bislang.

Info Lokale Hilfsangebote finden Sie auch unter www.rp-gemeinsamstark.de.

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