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Rommerskirchen: High-Tech für die Rübenernte

Rommerskirchen : High-Tech für die Rübenernte

Die Rheinische Warenzentrale (RWZ) hatte Bauern eingeladen, um über die neue Angebotspalette zu informieren. Zuletzt hatte die RWZ kräftig in Personal, dessen Schulung und den Service investiert.

Mit den guten alten Treckern von anno dazumal haben sie nun wirklich nicht mehr viel zu tun: Auf dem Gelände des RWZ-Agrartechnik-Zentrums stechen die roten High-Tech-Boliden für die Zuckerrübenernte unübersehbar ins Auge. Gebaut hat sie das bayerische Maschinenbau-Unternehmen Holmer, für das das seit 2006 in Rommerskirchen ansässige RWZ-Agrartechnik-Zentrum seit einem Monat neuer Vertriebspartner für ganz NRW ist. "Holmer ist Spezialist für den Bau von Fahrzeugen für die Zuckerrübenernte", sagt RWZ-Geschäftsführer Richard Hauser.

"Die Anschaffung einer solchen Maschine kostet etwa 400 000 Euro", so Hauser. Service ist da unerlässlich. Konkret bedeutet dies, dass dieser ihnen während der Rübensaison "von September bis Weihnachten täglich 24 Stunden zur Verfügung steht". Schließlich dürfen während dieser Zeit auch die Maschinen kaum — am besten gar nicht — stillstehen.

Um der selbst gewählten Rolle als ein Kompetenzzentrum für die Landwirtschaft in der Region gerecht werden zu können, hat die RWZ im Rahmen der Zusammenarbeit mit Holmer daher noch einmal tüchtig in Personal, dessen Schulung und den weiter verstärkten Service investiert: Georg Rinsche, dem Maschinenfachberater des Unternehmens, gehen dabei zwei zusätzliche Mitarbeiter zur Hand.

Die RWZ hatte jetzt Bauern aus ganz NRW ebenso wie Lohnunternehmer eingeladen, um sich über die neue Angebotspalette zu informieren. Bernd Ludewig, Geschäftsführer der Firma Holmer, berichtete über die Produktfamilien des Hauses, ob es nun um Rübenrode- oder Verladetechnik geht, oder auch die Spezialfahrzeuge mit Gülletechnik.

Neben Christoph Gröblinghoff, dem Leiter des Geschäftsbereich Technik bei der RWZ, zählte auch Klaus Kasten, der Geschäftsführer des Rheinischen Rübenbauerverbands, zu den Referenten. Er widmete sich den Zukunftsperspektiven der viel zitierten "Königin der Feldfrüchte".

Zu den Holmer-Prunkstücken zählt etwa der "Terra Variant", der vielfältig nutzbar ist: Ob es nun um den Transport von Rüben oder Getreide, oder die Ausbringung von Festmist oder Minderdünger, die Bodenbearbeitung oder die Aussaat geht, das je nach Modell über 600 PS starke, über zehn Meter lange und bis zu drei Meter breite Fahrzeug ist dem Unternehmen zufolge für einen "harten Dauereinsatz" konzipiert: Standzeiten sollten sich "auf das absolut notwendige Mindestmaß beschränken", heißt es.

(NGZ)