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Heimchesweg in Rommerskirchen: Gemeinde wundert sich über Landrat

Heimchesweg in Rommerskirchen : Gemeinde wundert sich über Landrat-Idee

Heimchesweg-Diskussion: Bauausschuss hat Ausbau eines Wirtschaftsweges im November abgelehnt.

Der landwirtschaftliche Verkehr auf dem Heimchesweg lässt Josef Weyrauch und andere Anwohner Schäden an Fahrbahn, Leitungen und Häusern befürchten. Nach einem Gespräch Weyrauchs mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke regte dieser in einem Schreiben an Bürgermeister Martin Mertens an, die Idee Weyrauchs zu einer alternativen Wegeführung mit dem Ausbau eines Wirtschaftsweges zu prüfen. „Das Rathaus wundert sich über den Vorschlag des Landrats zum Heimchesweg“, so lautet die Reaktion von Gemeindesprecher Elmar Gasten.

Den Vorschlag, Wirtschaftswege entsprechend auszubauen, habe der Bauausschuss der Gemeinde bereits am 15. November 2018 geprüft und wegen des hohen technischen Aufwandes zur Herstellung der erforderlichen Schleppkurven und der damit verbundenen Unpraktikabilität verworfen. Dies sei dem Rhein-Kreis auch bekannt. Baudezernent Hans-Josef Schneider sagt: „Es wundert mich, dass der Landrat eine einzelne Bürgerbeschwerde nutzt, um der Gemeindeverwaltung ohne Rücksprache zum Sachverhalt Ratschläge in der Angelegenheit zu erteilen. Er hinkt dem Informationsstand seiner eigenen Verwaltung hinterher. Das Halteverbot auf dem Heimchesweg sei vom Rhein-Kreis bereits angeordnet worden. Das temporäre Halteverbot, Warnbaken und die Errichtung eines Wendehammers sind Ergebnisse mehrere Gespräche mit allen Beteiligten, in denen 2018 verabredet worden sei, „während der Rübenerntesaison einige Maßnahmen zu erproben, die einen reibungslosen Ernteverlauf gewährleisten, ohne die Befürchtungen der Anwohner zu vernachlässigen“, so Gasten.

Am 15. März soll es ein weiteres Treffen der Beteiligten geben, um ein Fazit zu ziehen. „Absehbar ist schon heute die Einrichtung eines dauerhaften Halteverbots, damit die landwirtschaftlichen Maschinen nicht durch parkende Fahrzeuge blockiert werden,“ sagt Ordnungsdezernent Hermann Schnitzler.