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Rommerskirchen: Gymnasium ist für Schüler erste Wahl

Rommerskirchen : Gymnasium ist für Schüler erste Wahl

Fast die Hälfte aller Grundschul-Abgänger in Rommerskirchen wird nach den Sommerferien ein Gymnasium besuchen

Rommerskirchener Kinder wechseln nach der Grundschule deutlich häufiger auf ein Gymnasium, als dies im Landesdurchschnitt üblich ist. Auch wenn der vor einigen Jahren erzielte Spitzenwert von mehr als 50 Prozent diesmal nicht erreicht wurde, sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache.

Von 145 Jungen und Mädchen, die zuletzt auf einer der drei Grundschulen die vierte Klasse besuchten, gehen 70 ab kommender Woche auf ein Gymnasium. 31 Schüler davon, das sind 21 Prozent, werden eine Realschule besuchen. Der Trend hin zur Gesamtschule hat sich zunehmend durchgesetzt. Bei Eltern und Kindern ist diese Schulform inzwischen auf den zweiten Rang gerutscht: 44 Kinder wechseln auf eine Gesamtschule, was einem Wert von 30 Prozent entspricht.

Die schulpolitische Entwicklung in den Nachbarstädten hat zu einer Änderung geführt: "Da die Hauptschulen der Städte Dormagen und Grevenbroich nur noch auslaufend betrieben werden, wurden dort keine Eingangsklassen gebildet. Insgesamt 17 Schüler aus Rommerskirchen besuchen die neue, zweite Gesamtschule der Stadt Grevenbroich", sagt Rathaussprecher Elmar Gasten.

Dass die langwierige Diskussion in Grevenbroich beendet werden konnte, stößt in der Gemeinde auf deutliche Erleichterung: "Wir hoffen im nächsten Jahr auf mehr Ruhe", sagt Astrid Kleine, die Leiterin der Frixheimer Gemeinschaftsgrundschule, der Monika Lange vom Schulverwaltungsamt vollauf beipflichtet. Wie wechselhaft die Situation gerade mit Blick auf die Gesamtschulen war, machen die Zahlen der vergangenen Jahre deutlich. 2010 wechselten gerade zehn Prozent der Rommerskirchener Grundschulabgänger auf eine Gesamtschule. Was keineswegs an den Präferenzen der Eltern lag: Seinerzeit konnten nämlich mehr als die Hälfte aller an einer Gesamtschule angemeldeten Kinder wegen Platzmangels dort nicht aufgenommen werden. Betroffen waren davon in großem Umfang auch Rommerskirchener Kinder. Monika Lange hofft, dass sich angesichts der Gesamtschule II ein derartiges Problem künftig in dieser Form nicht mehr stellen wird.

Besonders beliebt ist die Papst-Johannes-XXIII.-(Gesamt-)Schule in Stommeln. "Viele Schüler haben sie sich begeistert angesehen", sagt Astrid Kleine. Letztlich sei aus Frixheim jedoch nur ein Kind auf der in Regie des Erzbistums Köln geführten Gesamtschule angenommen worden. Letztenendes fällt das Fazit aus der Sicht der Gemeinde jedoch positiv aus: "Wir können sagen, dass zum Glück die meisten Kinder an den Schulen ihrer ersten Wahl angenommen werden", sagt Monika Lange.

Die guten Zahlen der Gemeinde insbesondere mit Blick auf die Gymnasien führt Rathaussprecher Elmar Gasten u.a. auf die frühzeitige Einführung der Offenen Ganztagsschule zurück. Die gibt es seit zehn Jahren. "Es geht hier keineswegs um eine bloße Betreuung. Vielmehr gibt es in allen drei Grundschulen ein anspruchsvolles pädagogisches Konzept , um die Schüler weiter zu fördern", erläutert Gasten.

(NGZ)