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Rommerskirchen: Grünes Licht für Umgehungen

Rommerskirchen : Grünes Licht für Umgehungen

Das NRW-Verkehrsministerium hat bestätigt, dass die Planung von B 59n und B 477n wie geplant abgeschlossen werden kann. Dass der Rat das Projekt seit Jahren einstimmig unterstützt, hatte darauf einen wesentlichen Einfluss.

Um die Sektkorken knallen zu lassen, ist es noch um einiges zu früh: Gleichwohl verlief das "Sinstedener Gespräch" der SPD gestern Abend in gehobener Stimmung. Grund dafür ist die aktuelle Entwicklung bei den Umgehungsstraßen B 59n und B 477n.

Nachdem Bürgermeister Albert Glöckner sich unmittelbar nach seinem Gespräch mit NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger noch verhalten optimistisch gezeigt hatte, ist es nunmehr offiziell: Die weitere Planung der Ortsumgehung Sinsteden (B 59n) sowie die die Ortschaften von Anstel bis Butzheim umgehenden B 477n ist gesichert. Wörtlich heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums, dass angesichts der weit fortgeschrittenen Planung der B 59n "das Verfahren nun weiter voran gebracht und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden soll."

Ausdrücklich bezieht sich das Ministerium auf den Konsens des Rats in dieser Frage: Im Vorfeld des Gesprächs hatte die Gemeinde die entsprechenden Ratsprotokolle an die Landesregierung übersandt. Was ein wesentlicher Faktor für den jetzt erzielten (Teil-)Erfolg war, wie gestern Abend die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers bestätigte. Straßenbauprojekte, die in NRW heftig umstritten sind, hatte der Minister vergangenen Herbst in der damals neu erstellten Prioritätenliste ganz weit unten angesiedelt. Was die B 477 angeht, heißt es in dem Statement des Ministeriums kurz, bündig und vielsagend: "Die Planung der B 477 wird unverändert weiterbetrieben." Das, was die Gemeinde seit Bekanntwerden der Prioritätenliste im September 2011 angestrebt hat, ist damit in vollem Umfang erreicht. " Die Freude über die Nachricht aus dem Ministerium ist übergroß. Unsere Erwartungen wurden übertroffen", so Bürgermeister Albert Glöckner zur neuen Situation. Konkret bedeutet dies, dass "wir bei beiden Umgehungsstraßen wieder da sind, wo wir vor September 2011 waren", betont der Bürgermeister. Nachdem gewährleistet ist, dass die Planung weitergeführt und ins verbriefte Baurecht münden kann, wäre dann für zumindest zwölf Jahre gesichert, dass die bisherigen Planungsergebnisse nicht verfallen. "Wir müssen nun darauf vertrauen, dass wir auch das Geld zum Bauen bekommen", blickt Glöckner auf die nächste Etappe voraus. Für SPD-Fraktionschef Martin Mertens ist nun vor allem die Bundesregierung am Zug: "Wir hoffen natürlich, dass Bundesverkehrsminister Ramsauer das Geld zur Verfügung stellen und nicht nur in Süddeutschland bauen lassen wird." Ungeachtet des Etappensiegs in Sachen Planung wird der weitere Weg nicht leicht, wie Eva-Maria Voigt-Küppers gestern Abend in Sinsteden deutlich machte: Das Kostenvolumen für Straßenbauprojekte in NRW liegt bei rund 750 Millionen Euro.

(NGZ)