Rommerskirchen Gottes Segen für St. Elisabeth

Rommerskirchen · Rommerskirchen Seit einem halben Jahr ist das Caritas-Altenheim St. Elisabeth in Rommerskirchen in Betrieb. Zeit genug für die Bewohner sich an die neue Umgebung im modernen Haus einzugewöhnen.

Rommerskirchen Seit einem halben Jahr ist das Caritas-Altenheim St. Elisabeth in Rommerskirchen in Betrieb. Zeit genug für die Bewohner sich an die neue Umgebung im modernen Haus einzugewöhnen.

Am Freitag wurde dann das Altenheim offiziell im Rahmen einer Feierstunde von den Vorsitzenden des Diözesen-Caritasverbandes Dompropst Doktor Norbert Feldhoff und dem Vorsitzenden des Caritasrates Domkapitular Monsignore Winfried Auel gesegnet. Zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Rhein-Kreis Neuss kamen zu diesem Ereignis in das Seniorenheim an der gleichnamigen Elisabethstraße. Im Mittelpunkt standen jedoch die 80 Bewohner des Hauses.

Sie haben nämlich einige aufwühlende und stressige Monate hinter sich. "Der Abschied aus Kaarst-Büttgen war nicht einfach", erinnert sich Heimleiter Heinz-Werner Vetten. "Obwohl das Haus in einem baufälligen Zustand war, hingen doch viele Herzen an dem Gebäude". Und das kam nicht von Ungefähr: Schließlich sei ein Bewohner dort 21 Jahr lang heimisch gewesen und eine Mitarbeiterin konnte auf 40 Jahre im Caritas-Heim St. Aldegundis blicken.

"Doch trotz zahlreicher Pannen beim Bau von St. Elisabeth, trotz anfänglichem Heimweh und auch Änderungen im Heimbetrieb - wir hatten in Büttgen nur zwei Gruppen, hier sind es drei - sind wir doch froh den Schritt gemeinsam gemacht zu haben", sagt Vetten und blickt dabei den vor dem Rednerpult sitzenden Heimbewohnern mit einem aufmunternden Lächeln in die Augen. Zur Bestätigung seiner Worte geben die Anwesenden Politiker, Architekten, Caritas-Mitarbeiter und Heimbewohner großen Applaus. Vettens Blick schweift dabei durch die große Glasfront des Speisezimmer auf das Rommerskirchener Neubaugebiet, zu dem in den nächten Jahren eine Annäherung durch geplante Hausbauten stattfinden wird.

"Die Veränderungen vor St. Elisabeth werden sie alle hautnah erleben und beobachten können", sagt Kreisdirektor Hans Jürgen Petrauschke, der den Blick des Heimleiters aufgegriffen und gedeutet hat. Er ist zur Segnungs-Feierlichkeit gekommen, wie auch Martina Fünger und Maria Pfeiffer als Vertreterinnen für Bürgermeister Albert Glöckner, der noch Urlaub hat. Zu den Gratulanten gehörte auch Lutz Kunde, Leiter des Tagebaus Garzweiler, der die Baumaßnahmen unterstützt hat sowie der Architekt Gereon Blass. Letzterer konnte die Anwesenden durch seine Umfangreichen Überlegungen zu den 280 bis 300 im Heim eingebauten Türen erheitern.

Dann stand jedoch der Höhepunkt des Tages an. Feldhoff und Auel schritten gemeinsam zum Rednerpult, wo bereits 80 Metallkreuze auf die Kirchenvertreter warteten. Diese Kreuze wurden nach der feierlichen Segnungs-Zeremonie in die Zimmer der Bewohner gehangen. Vorsorglich wurden nicht nur sie, sondern auch alle Anwesenden bis zum Rezeptionsbereich mit dem Weihwasser besprüht. "Damit Gottes Segen uns allen zu Teil wird", sagte Dompropst Norbert Feldhoff mit einem Lächeln auf den Lippen, bevor er die Zeremonie mit den Worten abschloss: "Und nun gehet nicht in Frieden, sondern bleibet hier - aber in Frieden".

Das wünschte sich auch der Heimleiter, deshalb lud er seine Gäste zu einem Mittagimbiss im Speisesaal ein. Hier wurde dann gemeinsam über Pflegekonzepte, das benachbarte Baugebiet, die Gemeinde Rommerskirchen und natürlich auch über Persönliches diskutiert.

(NGZ)