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Rommerskirchen: Gillbachbühne büffelt Texte

Rommerskirchen : Gillbachbühne büffelt Texte

"Ein toller Dreh" heißt die englische Boulevardkomödie, die die Gillbachbühne Anfang 2013 spielen wird. Regisseur Helmut Schmitz hat die Darsteller mit ihren Textbüchern ausgestattet. Im Oktober beginnen die Proben.

Für die Schauspieler des Theatervereins Gillbachbühne hat die neue Saison bereits begonnen, auch wenn das Publikum noch ein halbes Jahr Zeit bis zur Premiere hat. Auf einer Radtour des Ensembles hat Regisseur Helmut Schmitz das Geheimnis gelüftet und das neue Stück verraten. "Ein toller Dreh" heißt die Boulevardkomödie von Anthony Marriott und Alistair Foot, die Peter Goldbaum ins Deutsche übertragen hat.

Der englische Originaltitel "Uproar in the House" lässt besser erahnen, dass es in dem Schwank um ein ultramodern hässliches Haus hoch her gehen wird: Verkaufsleiter George weiß um die absatzfördernde Wirkung, wenn ein glückliches Paar die Immobilie veräußert – mit haarsträubenden Verwicklungen, die ein unentbehrlicher Bestandteil des Genres sind.

"Besetzt wird das Stück mit sieben Frauen und fünf Männern", erzählt Helmut Schmitz, der sich für den britischen Dreiakter, der auf der Bühne und im Fernsehen schon oft gespielt wurde, entschieden hat. "Wir setzen weiterhin auf die ,alte Garde'" kündigt der Regisseur an: Seine Frau Ingrid wird Anfang 2013 ebenso mitspielen wie Christa Korschewsky, Herbert Schroers und Jochen Steinbis. Wie in den Vorjahren auch wird erneut eine Debütantin mitwirken. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir viel Nachwuchs haben", verweist Schmitz auf das 38-köpfige Team, von dem derzeit 15 als Darsteller in Betracht kommen.

Bis Anfang Oktober die Proben beginnen, ist für die Schauspieler der Gillbachbühne jetzt das Lernen des Textes angesagt. "Ich möchte, dass gespielt wird", sagt der erfahrene Regisseur, dem es zumindest in der Anfangsphase der Proben nicht gar so wichtig ist, ob schon alle Texte "sitzen".

Seit 1986 führt Schmitz Regie. "Improvisationen und Umstellungen sind die Regel", sagt Ingrid Schmitz mit Blick auf die Probenarbeit. Längst ist die Gillbachbühne über die Phase hinaus, wo der Originaltext als unantastbar galt. Bei Bedarf wird gekürzt, aber auch spontane Ideen, die auf der Probenbühne entstehen, flicht der Regisseur nicht selten ins Stück ein.

Aktuell etwa ist sich Helmut Schmitz noch nicht sicher, ob er das Stück der Vorlage getreu in England spielen lässt oder nach Deutschland verlegt. In der Vergangenheit ist die Gillbachbühne bei englischen Komödien mit beiden Varianten gut gefahren. Worüber jetzt schon Klarheit herrscht, ist die absehbare Tatsache, dass alle fünf Aufführungen Anfang Januar ausverkauft sein werden. Etliche tausend Zuschauer hat die Gillbachbühne seit mehr als einem Vierteljahrhundert anlocken können. und auch 2013 wird wieder vor rappelvollem Haus gespielt werden.

(NGZ)