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Rommerskirchen: Gewerbeansiedlungen weiter forcieren

Rommerskirchen : Gewerbeansiedlungen weiter forcieren

Parteien fördern die Interkommunale Zusammenarbeit und eine verstärkte Wirtschaftsförderung.

Für Interkommunale Zusammenarbeit und ihre verstärkte Nutzung sprechen sich alle fünf Parteien aus.

SPD Die SPD setzt nicht nur auf das gemeinsame Gewerbegebiet mit Grevenbroich, "das wir in naher Zukunft gut entwickeln können", sagt Martin Mertens, sondern auch auf Interkommunale Zusammenarbeit, zum Beispiel mit Dormagen. Die SPD möchte die gute Wirtschaftsförderung weiterführen und verstärkt Unternehmen in Rommerskirchen ansiedeln, die dann die Haushaltslage der Gemeinde verbessern. Die SPD lehnt eigene Gemeindewerke ab, deren "Risiko angesichts des Vorhaltens von Strom und zusätzlicher Kosten zu hoch" sei. Der Konzessionsvertrag mit RWE müsse erfüllt werden.

CDU Für die CDU ist es "unumgänglich, die Eigenständigkeit der Gemeinde wiederherzustellen, damit sie unabhängig wirtschaften kann", heißt es im Wahlprogramm von Michael Willmann: "Ein erstes Ziel ist die Vermarktung von Strom." Willmann ist überzeugt, dass sich durch "die Gründung von Gemeindewerken und der gleichzeitigen Schaffung von ein bis zwei Arbeitsplätzen erhebliche Vorteile für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Gemeinde selbst ergeben." Der Stromkonsument könne sein Produkt vergünstigt beziehen und die Gemeinde erarbeite Gewinne, meint die CDU.

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UWG Die UWG kritisiert, dass RWE bei der Entwicklung eines gemeinsamen Gewerbegebiets mit Grevenbroich auf der Bremse stehe, sagt Ulrike Sprenger. Für die UWG ist das Risiko eigener Gemeindewerke zu hoch. Angesichts der Erfahrungen anderer Kommunen drohten womöglich "15 Jahre Prozesse". Die UWG verlangt von RWE die "versprochene Abschaltung aller Altanlagen" in Frimmersdorf und Neurath. Die UWG ist gegen einen Strom-Konverter in der Gemeinde, der womöglich in 200 Meter Entfernung zur Wohnbebauung entstehe.

Grüne Einen Strom-Konverter in Rommerskirchen lehnen die Grünen ab. Ein Konverter sei allein wegen der schon bestehenden Belastungen untragbar, meint Jupp Kirberg überzeugt. Auch die Grünen lehnen die Gründung eigener Gemeindewerke ab. Dies laut Jupp Kirberg allein schon deshalb, weil "der Gemeinde das nötige Personal und das nötige Know-How fehlen." Eine interkommunale Zusammenarbeit wollen auch die Grünen. Sie fordern zudem, alle gemeindeeigenen Freiflächen inklusive des Bahndamms der Jagd zu entziehen und die entsprechenden Verträge mit der Jägerschaft zu kündigen.

FDP Die FDP will eine gemeinsame Ansiedlungsstrategie von Rommerskirchen und Grevenbroich, um einen ansonsten drohenden Konkurrenzkampf bei der Bestückung des gemeinsamen Gewerbegebiets zu verhindern.

(cw-/S.M.)