Gesundheitsförderung an der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim in Rommerskirchen

Gesundheitsförderung in Rommerskirchen: Grundschüler greifen zum Kochlöffel

Bei der Milchentdecker-Tour des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums lernten Frixheimer Drittklässler manches über gesunde Ernährung und durften auch selbst Speisen zubereiten.

Die Vorfreude war ihnen anzumerken. Wie kleine Wirbelwinde stürmten 18 Jungen und Mädchen aus der Klasse 3b der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frixheim am Freitag in ihren Klassenraum. Denn dort wartete eine besonders spannende Unterrichtsstunde auf sie, an deren Ende ein leckeres und ungewöhnliches Mittagessen stand, das gemeinsam verspeist werden durfte.

Oecotrophologin Karin Hoppe war gekommen, um den Kindern einiges über gesunde Ernährung zu erzählen und mit ihnen zu kochen. Unterstützt wurde sie dabei von mehreren Müttern aus der Grundschule. Die Aktion gehörte zur sogenannten Milchentdecker-Kochtour des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums in Kooperation mit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW und ist Teil des EU-Schulprogramms für Grundschulen. Sie läuft im zweiten Jahr, für die GGS Frixheim war die Teilnahme eine Premiere.

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Ziel des Projektes sei es, die Ernährungskompetenz bei Kindern im Grundschulbereich am Beispiel des vielseitig einsetzbaren Lebensmittels Milch zu fördern und sie für eine Ernährung mit frischen Produkten zu begeistern“, teilte Frank Maurer von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft mit. Und auch wenn die Milch im Mittelpunkt stand: In Frixheim wurden von den Drittklässlern unter Anleitung von Karin Hoppe am Freitag auch andere gesunde Lebensmittel verarbeitet, so dass am Ende ein vielseitiges Gericht auf den Tischen stand, das international geprägt war: Lassi, ein indisches Joghurt-Getränk, war dabei, amerikanische Wraps und spanischer Milchreis plus Obstsalat. „Wir hoffen natürlich, dass die Kinder etwas von dem, was sie heute gelernt haben, mit nach Hause transportieren“, sagte Violetta Seibel von der Eventagentur Marapro, die die Veranstaltung begleitete. Über die Kinder könnten vielleicht auch Eltern erreicht werden, die sonst kaum selbst und frisch kochen. „Das Gefühl für den Wert frischer Lebensmittel geht leider immer mehr verloren“, so der Eindruck von Oecotrophologin Hoppe. Oft werde aus Gründen vermeintlicher Zeitersparnis auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Hoppe zeigte den Schülern aber, dass beides geht: Lecker und gesund kochen und trotzdem schnell fertig sein.

An der Schule Frixheim wird seit Jahren viel Wert auf Gesundheitsförderung gelegt. 2012 und 2014 war die Schule Preisträgerin beim sogenannten „Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule“. Die Bestrebungen gelten nicht nur dem Bereich Ernährung: Schwimmunterricht, Schulwandertage, die „Frixheimer Olympiade“ und andere Aktionen sollen dazu beitragen, dass die Kinder fit bleiben und gesund aufwachsen. Jede Klasse hat drei Stunden Sport pro Woche.

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