Rommerskirchen: Gemeinde will zwei neue Buslinien

Rommerskirchen: Gemeinde will zwei neue Buslinien

Derzeit werden für lange Zeit die Weichen für den ÖPNV gestellt. Rommerskirchen will dringend nötige Verbesserungen.

Busfahrten in der Gemeinde sind nicht selten eine abenteuerliche Angelegenheit. Das gilt sowohl für den Zeitaufwand als auch für fehlende Umsteigemöglchkeiten. Außerdem bemängeln viele ein unzureichendes Angebot überhaupt. Das soll sich nun im Rahmen der Erstellung eines neuen Nahverkehrsplans für den Rhein-Kreis Neuss ändern. Nicht zuletzt auch, weil parallel dazu die Neuvergabe der Linienkonzessionen vorbereitet wird, werden damit "die Rahmenbedingungen für den Busverkehr der nächsten 15 Jahre geschaffen", lässt Rathaussprecher Elmar Gasten als für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständiger Dezernent keinen Zweifel an der Bedeutung der bevorstehenden Entscheidungen.

Im Rat gab es jetzt eine einstimmige Mehrheit für die vom Kölner Planungsbüro VIA erarbeiteten Vorschläge, mit denen das vorhandene Angebot verbessert werden soll. Der auch den Ansprüchen des Nahverkehrsplans Rechnung tragende Kerngedanke: Die Ortsteile sollen möglichst sinnvoll an den Ortskern, insbesondere den Bahnhof und das Center am Park angebunden werden. Das Büro VIA hat daher die Idee eines Ortsbussystems entwickelt, das konsequent auf die Ausrichtung des ÖPNV auf den Hauptort Rommerskirchen /Eckum setzt. Für den Norden der Gemeinde bringen die Experten eine Taxibus-Lösung ins Spiel, wie Raumplaner Herbert Eidam vom Büro VIA im Rat erklärte.

Eine Veränderung beim bisher dort verkehrenden Regionalbus nämlich ist derzeit nicht in Aussicht. Zentrale Forderung ist die Auflösung der derzeitigen Buslinie 892 in Rommerskirchen. Ersetzt werden soll sie durch zwei Ortsbuslinien "Roki 1" und "Roki 2", die im Sechzig-Minuten-Takt verkehren und einerseits via Anstel den Norden der Gemeinde bedienen, andererseits die Ortschaften entlang der B 477 bis hin zum Gemeindekern anfahren sollen.

  • Geldern : Taxibus mit Tücken

Ergänzt werden könnten die vorhandenen Buslinien durch einen Taxi-Bus, der in Richtung Neurath sowie abends und an den Wochenenden im Einsatz wäre, mit Ergänzungsfahrten modifiziert oder aber durch "ein überlagerndes Taxi-Bus-Angebot". Im Norden ergänzt werden sollte die Linie 872. Keine Kür, sondern Pflichtaufgabe bleibt die Sicherstellung aller Schülerverkehre. Schließlich will die Gemeinde möglichst auch dem Wunsch nach einem erweiterten Angebot auf der von Dormagen über Rommerskirchen nach Grevenbroich führenden Buslinie 871 Rechnung tragen.

"Mit Dormagen und Grevenbroich wurden bereits Gespräche geführt und Verbesserungsmöglichkeiten in der Angebotsstruktur besprochen", beschreibt Elmar Gasten den aktuellen Stand der Dinge. Eine zentrale Rolle bei der Neugestaltung des ÖPNV soll der in der Planung befindlichen Mobilstation am Bahnhof zukommen, an der die verschiedensten Verkehrsmittel vom Fahrrad über den Privatwagen, das Taxi sowie Bus und Bahn verknüpft werden.

(NGZ)