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Rommerskirchen: Gemeinde siedelt Gewerbe an

Rommerskirchen : Gemeinde siedelt Gewerbe an

Der Bebauungsplan für den Gewerbepark III wird im Februar rechtskräftig und das Wirtschaftsbüro führt bereits aussichtsreiche Ansiedlungsgespräche: ein Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie könnte sich ansiedeln.

Die Ausgrabung eines römischen Kellergewölbes im vergangenen Herbst hat den weiteren Gang der Dinge nur wenig verzögert: Im Februar wird der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet III rechtskräftig. Die Vermarktung der Grundstücke kann beginnen. "Wenn alles gut läuft, werden wir uns im Laufe des Jahres über neue Gewerbeflächen Gedanken machen müssen", zeigt sich Elmar Gasten, der Leiter des Wirtschaftsbüros der Gemeindeverwaltung optimistisch.

"Sehr konkrete Anfragen und ernste Gespräche" mit Unternehmen gibt es schon. Auch wenn Gasten betont, dass "zwischen Gesprächen und dem Notarvertrag noch ein weiter Weg" liegen kann: Erfahrungsgemäß dürfte die Erfolgsquote hoch sein. "Drei Erweiterungen der Gewerbeflächen binnen zehn Jahren zeigen, dass die Gemeinde als Wirtschaftsstandort ernst genommen wird", erklärt Elmar Gasten. Für den Gewerbepark III stehen laut Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt 35 000 Quadratmeter zur Verfügung. Die potenziellen Interessenten für das an die Bundesstraße 59 angrenzende Gebiet decken verschiedenste Unternehmensbereiche ab: Ein Maschinenbau-Unternehmen ist ebenso dabei wie ein Großhandel oder auch eine Firma, die sich der Luft- und Raumfahrttechnik widmet.

Gesteigert ist die Attraktivität Rommerskirchens Gasten zufolge nicht zuletzt durch das fertige Teilstück der Umgehungsstraße B 59n: "Da Pulheim auch nicht über unendliche Flächen verfügt und es von Bocklemünd nach Rommerskirchen nur zwölf Minuten dauert", haben nach seinen Worten verstärkt auch in Köln ansässige Unternehmen die Gemeinde für sich entdeckt. Was hinzukommt: "Unternehmen, die bei uns anfragen, werden vom ersten Schritt an umfassend betreut", erzählt Schmidt.

Dass die Gemeinde nun einmal relativ klein ist, hat auch seine Vorteile. Etwa die florierende Netzwerkarbeit: "99,9 Prozent der Unternehmer persönlich zu kennen, erleichtert Vieles", sagt Gasten. Wie erfolgreich die Ansiedlungspolitik seit der Jahrtausendwende gerade auch mit Blick auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze gewesen ist, hat jüngst auch die Landesregierung der Gemeinde bescheinigt: Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse ist um 28 Prozent gestiegen (die NGZ berichtete). Bei den angesiedelten Firmen handelt es sich Schmidt zufolge zumeist "um richtige mittelständische Unternehmen, nicht bloß um Ein- oder Zwei-Mann-Unternehmen. Natürlich hat es auch Rückschläge gegeben, wie Gasten und Schmidt einräumen: die Wirtschaftskrise führte etwa dazu.

(NGZ)