Gemeinde Rommerskirchen kritisiert Beschluss zum Feldbahnmuseum

Verärgerung in Rommerskirchen : Ärger über Beschluss zum Feldbahnmuseum

Auf völliges Unverständnis stößt in Rommerskirchen der Beschluss des Kreis-Finanzausschusses, der auf Antrag von CDU und FDP beschlossen hat, das Feld- und Werksbahnmuseum 2019 und 2020 mit jeweils 20.000 Euro zu bezuschussen, wenn Rommerskirchen die selbe Summe beisteuert.

Baudezernent Hans-Josef Schneider: „Es scheint bei der CDU im Kreistag nicht bekannt zu sein, dass Rommerskirchen seit der Schließung des Museums bereits beträchtliche Summen zur Rettung des Feld- und Werksbahnmuseums aufgebracht hat.“ So seien kostenfrei Brandwachen gestellt, Bodenuntersuchungen für die geforderte Feuerwehrzufahrt veranlasst und bezahlt und mehrere tausend Euro an Vereinszuschüssen aus dem Gemeindehaushalt an das Museum freigegeben worden. Für einen Antrag der SPD, dem Museum einen Betrag von 50.000 Euro für die durch die Schließung des Museums entstandenen Einnahmeausfälle zu gewähren, hatte es keine Mehrheit gegeben. Bürgermeister Martin Mertens kritisierte: Der Beschluss lasse jede Verhältnismäßigkeit vermissen – der Kreis verlange von seiner kleinsten Kommune die selbe Leistung, die er selbst bereit ist einzubringen. Ich kann nach wie vor nicht erkennen, dass es dem Kreis mit der Rettung des Museums, das er durch seine Ordnungsverfügung zur sofortigen Stilllegung in Existenzprobleme gebracht hat, wirklich ernst gemeint ist.“ Kulturdezernent Elmar Gasten ergänzt: „Das Feldbahnmuseum erhält seit vielen Jahren von der Gemeinde Zuschüsse.“

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