Gemeinde Rommerskirchen: Gebühren bei Abwasser und Abfall 2020 konstant

Gemeinde Rommerskirchen : Gebühren für Abwasser und Abfall bleiben im nächsten Jahr konstant

Schon bevor das Thema im November den Haupt-und Finanzausschuss beschäftigen wird, hat Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert eine gute Nachricht für die Rommerskirchener: Demnach werden 2020 weder die Abfall- noch die Abwassergebühren steigen.

Wurden die letzten kontroversen Diskussionen um die Müllgebühren vor gut 20 Jahren geführt, waren die Abwassergebühren lange Zeit stets ein Aufreger bei den herbstlichen Diskussionen der Kommunalpolitiker. Die sind mittlerweile gleichfalls verstummt, denn zum dritten Mal seit 2018 und 2019 werden im nächsten Jahr die Abwassergebühren nicht steigen. Was die Abfallgebühren angeht, kann die Gemeinde die zu erwartenden Gebühren erneut durch einen Überschuss dämpfen, so dass es hier auch 2020 zu keiner Steigerung kommen wird.

Prognosen für die Zeit danach mag Reimert angesichts des auslaufenden Vertrags des Rhein-Kreises Neuss mit der Entsorger-Firma nicht ausschließen. Gleichwohl werde die Gemeinde auch in den kommenden Jahren das Ihre tun, etwaige Steigerungen zu dämpfen. Nicht mehr allzu viel beitragen kann dazu der Papierabfall: „Hier sind die Preise seit Jahren im Tiefflug“, so Reimert. Noch vor knapp einem Jahrzehnt stritten sich der Kreis und einzelne Kommunen wie Neuss oder Korschenbroich angesichts von Höchstpreisen von Papier zum Teil sogar gerichtlich um das Recht, Papierabfälle entsorgen zu dürfen.

Beim Abwasser erfolgt die Abrechnung stets getrennt nach Regen- und Schmutzwasser. Die Grundgebühr fürs Schmutzwasser würde nach Reimerts Ausführungen auch 2020 mit 36 Euro konstant bleiben, während die Leistungsgebühr auch kommendens Jahr bei 3,99 Euro pro Kubikmeter liegen würde. Beim Regenwasser bliebe es 2020 bei einer Grundgebühr in Höhe von 0,18 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche. Die tatsächliche Leistungsgebühr fürs Niederschlagswasser würde auch im neuen Jahr bei 1,12 Euro pro Quadratmeter liegen. Wie der Erftverband schon im Sommer mitteilte, wird angesichts weitgehend abgeschlossener, kostenträchtiger Großprojekte in den kommenden Jahren nicht mit sprunghaften Gebührensteigerungen zu rechnen sein.

Für die graue 60-Liter-Tonne wird aller Voraussicht nach auch 2020 eine Grundgebühr von 81 Euro ehoben. Pro Leerung sind 1,75 Euro zu zahlen. Beim 90-Liter-Gefäß werden die Grundkosten auch 2020 bei 115 Euro liegen. Hinzu kommen 2,62 Euro je Entleerung. Die Gebühr für die 120 Liter fassende Tonne beläuft sich weiterhin auf 150 Euro, pro Entleerung fallen Kosten von 3,50 Euro. Bei der 240-Liter-Tonne liegt die Grundgebühr bei 280 Euro, jede Entleerung kostet 6,99 Euro. Das 1100-Liter-Gefäß kostet 1270 Euro. Pro Entleerung müssen 32,04 Euro gezahlt werden.

Mehr von RP ONLINE