Gemeinde Rommerskirchen: Den Europa-Gedanken durch Freundschaft stärken

Gemeinde Rommerskirchen : Gemeinde stärkt Europa-Gedanken

Neben den beiden Partnerschaften sind neue Freundschaften entstanden.

Gemeinsam den Gedanken eines friedlichen Zusammenlebens in Europa stärken, das möchte die Gemeinde mit einer im März geknüpften freundschaftlichen Beziehung zum belgischen Ort Limbourg in der Wallonie. Am Freitag kam eine Delegation nach Rommerskirchen. „Wir wollen gerade in Zeiten des wieder aufflammenden Nationalismus und Egoismus den europäischen Gedanken hochhalten und auf Verständigung und Freundschaft setzen“, erklärte Bürgermeister Martin Mertens.

Und der hat ein ganz praktisches Ziel: „Wir möchten mit den Lehrern ausloten, wie wir die französische Sprache unseren Grundschülern näherbringen können.“ Der 86 Kilometer entfernt liegende Ort ist in einer Stunde zu erreichen, was den Austausch erleichtert. In Limbourg gibt es auch eine Deutschklasse an der Grundschule. Als „überzeugter Europäer“ weist Martin Mertens auf die große Bedeutung von länderübergreifenden Beziehungen hin, die mithelfen, die Nachbarn kennenzulernen: „Ich bin froh, dass wir so viele Partnerschaften und Freundschaften mit anderen Kommunen haben. Dadurch tragen wir zur Versöhnung nach dem Schreckensregime der Nationalsozialisten ein Stück bei.“

Zwei offizielle Partnerschaften gibt es: Die älteste Gemeindepartnerschaft pflegt Rommerskirchen seit 1991 mit dem brandenburgischen Karstädt. Gerade in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung gab es einen lebhaften Austausch auf den verschiedensten Ebenen: Kirchengemeinden, Feuerwehr und Musikvereine. Eine junge Dame aus Karstädt, die ihre Ausbildung im Rommerskirchener Rathaus machte, ist heute Leiterin des Hauptamtes in Karstädt. Im Herbst wird Bürgermeister Mertens mit dem Verwaltungsvorstand und weiteren Verwaltungsmitarbeitern Karstädt besuchen. Die Karstädter kommen gern zum Erntedank-Umzug nach Rommerskirchen. „Der Austausch ist rege“, so Mertens.

Die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Mouilleron-le-Captif besteht seit 2002. Besiegelt wurden die Partnerschaftsurkunden im Vorfeld des 40. Gedenktages an die Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1963. Traditionell werden jetzt am Himmelfahrt-Wochenende wieder Gäste aus Mouilleron-le-Captif erwartet.

Dazu gibt es einige Gemeinde-Freundschaften: wie den Austausch mit Kuba, der vom in Rommerskirchen beheimateten Verein „Soli Cuba“ unterstützt wird. Auf Initiative des chinesischen Eigentümers der Firma Sinoma Europe, Jianpeng Hu, wurden immer wieder Kontakte nach China geknüpft. Ein geplanter deutsch-chinesischer Freundschaftsverein soll die Kontakte in Zukunft intensivieren.

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