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Entscheidung über "Fahrradfreundliche Kommune": Gemeinde macht sich fit für die Radwege-Visite

Entscheidung über "Fahrradfreundliche Kommune" : Gemeinde macht sich fit für die Radwege-Visite

Im nächsten Jahr fällt die Entscheidung, ob Rommerskirchen in die Reihe fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden aufgenommen wird. Vor über zwei Jahren hatte der Gemeinderat sich dafür ausgesprochen, die Aufnahme von Rommerskirchen in das Landesprojekt "Fahrradfreundliche Kommune" anzustreben.

Im vergangenen Jahr verabschiedete der Planungs- und Umweltausschuss das Radverkehrskonzept der Gemeinde, das die erste wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag bildet. In der jetzigen Sitzung des Fachgremiums stellte Ulrich Kalle vom Planerbüro Südstadt nun die Schutzstreifenmarkierung im Bereich der Venloer Straße vor: Dort, wo es keine separaten Rad- oder Radgehwege gibt, soll zur Sicherung der Radfahrer eine Abmarkierung auf der Fahrbahn vorgenommen werden.

Wie Ulrich Kalle in der Butzheimer Begegnungsstätte sagte, stoße ein solches Vorhaben auch bei Autofahrern auf "hohe Akzeptanz": Überfahren werden dürfen die Schutzstreifen - das bislang mögliche Halten oder Parken auf der (in Richtung Grevenbroich) linken Fahrbahnseite dürfte indes künftig nicht mehr möglich sein. Die Anbringung solcher Markierungen ist nämlich der Straßenverkehrsordnung zufolge zwingend mit der Einrichtung eines absoluten Halteverbots verbunden.

Mit dem Landesbetrieb Straßenbau und dem Rhein-Kreis ist das Projekt bereits abgestimmt, einer Verwirklichung steht nunmehr nichts entgegen, nachdem nun der Fachausschuss die Thematik mit viel Liebe zum Detail eingehend erörtert hat. Ulrich Kalle sprach im Zusammenhang mit der Schutzstreifenmarkierung von einer "respektablen Voraussetzung" für den anstehenden Besuch der Auswahlkommission, die über die Aufnahmeanträge der Kommunen entscheidet.

Tagen wird diese am 20. Januar 2004, wobei dann auch die Besuchstermine für die jeweiligen Städte und Gemeinden festgelegt werden. Der Gemeinde Rommerskirchen liegt inzwischen der erste Entwurf des Leitantrags zur Bewerbung vor. Eine überarbeitete Version soll noch in diesem Jahr eingereicht werden, damit 2004 die Visite der Kommission am Gillbach auch tatsächlich erfolgen "und die Gemeinde Rommerskirchen als erste Gemeinde in die Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte und Gemeinden aufgenommen" werden kann.

Wie in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses zu erfahren war, will auch der Rhein-Kreis Neuss einen derartigen Antrag noch vor dem Jahreswechsel stellen. Diverse Maßnahmen des im vergangenen Jahr beschlossenen Radwegekonzepts sind in Rommerskirchen bereits umgesetzt worden. Sämtliche Einbahnstraßen im Gemeindegebiet wurden bereits beziehungsweise werden demnächst für Radfahrer freigegeben. Tempo-30-Zonen sind dort, wo ihre Einführung problemlos möglich ist, bereit eingerichtet.

Fertig gestellt wurde inzwischen auch der im September beschlossene Ausbau des Wirtschaftswegs von Widdeshoven nach Ueckinghoven. Ein weiteres Projekt steht nun an: Auf der Kreisstraße 27 zwischen Ramrath und Anstel sollen alle Ortseingänge fahrradfreundlich gestaltet werden. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wird der Gemeinde nach Auskunft der Bezirksregierung noch dieses Jahr vorliegen - anschließend soll auch dieses Vorhaben realisiert werden. S.M.

(NGZ)