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Rommerskirchen: Geld für Bahnhof fließt

Rommerskirchen : Geld für Bahnhof fließt

Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans schuf der Rat jetzt die Voraussetzung dafür, dass Zuschüsse für die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes fließen können. Mit deren Beginn ist frühestens 2013 zu rechnen.

Fast auf den Tag genau seit einem Jahr ist die Gemeinde nun Eigentümerin des Eckumer Bahnhofsgeländes. Grund genug für eine kurze Zwischenbilanz, zumal der Rat in seiner letzten Sitzung dieses Jahres die in den kommenden Jahren geplante Umgestaltung des lange Zeit als Schandfleck angesehenen Areals in einem Satzungsbeschluss zementierte. "Mit der Aufstellung des Bebauungsplans hat der Rat die letzten Weichen dafür gestellt, dass der beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gestellte Förderantrag positiv beschieden werden kann", sagt Rathaussprecher Elmar Gasten.

Die voraussichtlichen Kosten für ein neues Outfit des Bahnhofs liegen bei zwei Millionen Euro, der Eigenanteil der Gemeinde wird über 300 000 Euro betragen. Im Sommer wurde bekannt, dass sie sich noch einmal erhöhen, weil für den Bahnhofsvorplatz ein neuer Kanal angelegt werden muss.

Gleichsam im Vorgriff auf Kommendes hat die Gemeinde zunächst einmal die Zahl der offensichtlich stets zu wenigen Parkplätze erhöht: Insgesamt soll das künftige Park & Ride-Gelände 150 Parkmöglichkeiten für Autos und 120 Stellplätze für Fahrräder bieten.

Mit einem Baubeginn ist frühestens 2013, vielleicht auch erst 2014 zu rechnen. Etwaige Verzögerungen der Arbeiten lassen sich nicht ausschließen: So hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung bei einer im Sommer vorgenommenen Untersuchung den Verdacht, es könnten Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, nicht bestätigen können. Gleichwohl mögen die Experten nicht ausschließen, dass es bei den Arbeiten derartige Funde geben könnte und mahnen, die Erdarbeiten mit besonderer Vorsicht anzugehen.

Nicht folgen mag die Gemeinde der Anregung des Kreisgesundheitsamts, das Wohnen auf dem Gelände aus Lärmschutzgründen zu untersagen. Das ehemalige Empfangsgebäude und den benachbarten Güterschuppen hat die Bahn 1999 verkauft:

Der heutige Eigentümer wohnt selbst in dem Gebäude, betreibt dort einen Kiosk und vermietet einige Räume als Wohnung. Größere bauliche Veränderungen seien wegen des Denkmalschutzes zu teuer. Gleichwohl besteht der Gemeinde zufolge Bestandsschutz für die Nutzung als Wohngebäude.

Einziger Gegner des Bahnhofsgeschäfts ist und bleibt Gerhard Heyner (CDU). Er hatte den Ankauf vor einem Jahr abgelehnt, weil das Gesamtpaket neben dem Gelände in Eckum auch andere "Zutaten" enthielt wie die Bahndammbrücken. Durch die zusätzlichen Kosten sieht Heyner seine Ablehnung bestätigt.

(NGZ)