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Gedenken des Kriegsendes in Rommerskirchen: Grüne putzen Stolpersteine

Gedenken des Kriegsendes in Rommerskirchen : Die Grünen putzen die Stolpersteine

Am 3. März jährte sich zum 75. Mal der Tag des Einmarsches der amerikanischen Truppen in Rommerskirchen – das Ende der menschenverachtenden Nazidiktatur.

„Auch unter dem Eindruck der NSU-Morde, des Mordes an Walter Lübcke, der Anschläge von Halle und des Terroranschlages von Hanau halten wir Grünen es für wichtig, an einem solchem Tag gegen die neuen Nazis und Faschisten Flagge zu zeigen“, betonen die Grünen in einer Pressemitteilung. Daher haben sie sich am 3. März getroffen, um der Naziopfer zu gedenken: „Wir haben den in Rommerskirchen verlegten Stolpersteinen zu etwas neuem Glanz verholfen, indem wir sie geputzt haben und in stillem Gedenken ein paar Blumen niedergelegt haben“, berichten die Grünen, die diese Reinigung an jedem 3. März angehen wollen.

In Rommerskirchen sind neun Stolpersteine verlegt, alle auf der Martinusstraße: Vor der Nummer 10 für die Familie Moritz Kaufmann (sechs Personen), vor der 26 für Martha Jonassohn und Jakob Marx und vor der 30 für Josef Strauss.

 Die Grünen, die im Juni 2019 im Rat angeregt hatten, diesen Tag als Gedenktag zu würdigen, bedauern, dass es trotz des einstimmigen Beschlusses dazu keine weitere Absprache gegeben habe.

Allerdings gab es eine sehr berührende Gedenkfeier der St.-Sebastianus-Bruderschaft für die 140 bis 150 Toten durch den US-Bombenangriff am 1. März 1945 auf die Sende- und Richtfunkanlage auf dem Kirchturm von St. Peter.

(cw-)