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Rommerskirchen: Frixheimer spielt Peter Alexander

Rommerskirchen : Frixheimer spielt Peter Alexander

Im September und Oktober geht Dieter Grimberg aus Frixheim mit der Peter-Alexander- Komödie "Servus Peter" auf Österreich-Tournee. Seit Jahrzehnten im Musikgeschäft tätig, steht er nun auch als Schauspieler auf der Bühne.

Mit dem Musikgeschäft ist Dieter Grimberg als Komponist und Schlagzeuger, insbesondere auch als Tontechniker, seit Jahrzehnten bestens vertraut. Inzwischen steht der 51-Jährige auch auf der Bühne. In der an den 2011 verstorbenen Peter Alexander erinnernden musikalischen Komödie "Servus Peter" feierte Grimberg seinen Einstand als Schauspieler.

Die aus der Feder seines Bruders Peter entstandene Komödie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2008 und ist in überarbeiteter Form 2011 im Recklinghausener Ruhrfestspielhaus gestartet. Mit derart großem Erfolg, dass nun im Herbst eine Österreich-Tournee ansteht. "Der ORF hat das Stück damals in Recklinghausen aufgezeichnet. Es wurde angeregt, damit auch einmal in Österreich aufzutreten", erzählt Grimberg. Den Durchbruch erzielte das Ensemble im Frühjahr: Unter den Fittichen der Agenturen Hertlein und Suberg kamen langfristige Verträge zustande — und damit auch die Österreich-Tournee. "Die Firma Hertlein betreut unter anderem David Garrett und Justin Bieber", sagt Grimberg zum Renommee der Agentur.

Danach geht es in Deutschland weiter: "Allein von Januar bis März 2013 stehen 40 Aufführungen an", sagt Grimberg. Obwohl im Showbusiness sehr erfahren, war der Wechsel auf die Bühne eine gehörige Umstellung. "Ich bin ins kalte Wasser gesprungen und habe Schauspielunterricht genommen", erzählt Grimberg. Binnen drei Wochen galt es nicht allein, ein 60-seitiges Skript zu lernen: "Zwei Wochen vor der Premiere haben wir jeden Tag zehn Stunden geprobt." Besonders beeindruckt haben ihn dabei die erfahrenen Schauspielkollegen Mathias Schiemann und Inga Strothmüller, denen er manchen Tipp verdankt.

In "Servus Peter" spielt Peter Grimberg den jungen Peter Alexander. Die Komödie lehnt sich an das "Weiße Rössel" von Ralph Benatzky an, spielt aber auch mit Motiven von Billy Wilders "Manche mögen's heiß". Grimberg ist in der Rolle des "Dr. Schiefler" zu sehen und zu hören, der nur vermeintlich in die Wirtin verschossen ist.

Musikalisches Zentrum sind Peter Alexanders Lieder aus den 50-er und 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die später entstandene "Kleine Kneipe" gibt es zum Finale als Zugabe. Was Grimberg besonders freut: Die Österreich-Tour führt nach Klagenfurt, Salzburg und Wien unter anderem in seine Geburtsstadt Steyr.

Keinen Zweifel lässt der "spätberufene" Schauspieler daran, "dass all das nicht ohne den Rückhalt der Familie geht", wobei sein Dank neben den beiden Söhnen vor allem seiner Frau Monika gilt. Für Dieter Grimberg hat sich jedenfalls mit der Möglichkeit, "Theater zu spielen und live zu singen", ein Wunschtraum erfüllt.

(S.M.)