Rommerskirchen: Frisch vermählt und schon König

Rommerskirchen: Frisch vermählt und schon König

Thorsten I. und Elke Kautz sorgen in St. Briktius für eine Doppel-Feier.

Schützenfeste sind großartig, denn sie sind sowohl heitere als auch ernste Angelegenheiten. In Oekoven kam beides zusammen und dazu noch eine Doppelung mehr: die Hochzeit des Königspaars Thorsten I. und Elke Kautz sowie deren unmittelbar anschließende Krönung. "Diese Schnelligkeit war beeindruckend", konstatierte Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck, der freudig gleich zweimal gratulierte. Und auch Pfarrer Peter Mario Werner griff die ungewohnte Konstellation doppeltes Fest auf, und unterstellte es dem Namen des Herrn.

Den Augen und Ohren der geladenen Gäste in der Pfarrkirche St. Briktius wurde eine Menge geboten. Fahnen tragende Abordnungen befreundeter Korps waren gekommen, die es sich nicht nehmen ließen, Grußworte zu sprechen. Die Orgel spielte auf, und eine glänzende Sängerin steigerte die Feierlichkeiten mit ihren Darbietungen. Der größte Blickfang waren freilich Thorsten und Elke Kautz selbst. "Euer Ja sei ein Ja, Euer Nein ein Nein", zitierte der Pfarrer für die bibelkundige Gemeinde. "Euer Ja sei gegründet auf Vertrauen."

Wohltuend locker wurde die vorgeschriebene Zeremonie vom Pfarrer durchgeführt, wobei es auch Gelegenheiten zum Schmunzeln gab. So entging es der Festgemeinde nicht, dass nicht das richtige Buch auf dem Altar lag und der obligatorische Kuss des Paars bereits vor dem Ringtausch stattfand. Das tat der spürbaren Mitfreude zugunsten des sympathischen und außerordentlich ansehnlichen Paars aber nicht den geringsten Abbruch. Das vorgeschriebene "Ja" hatte zwar bei Bräutigam und Braut eine erkennbar unterschiedliche Lautstärke, doch gerührt waren beide in gleicher Weise.

Mitten im Schützenfest waren alle dann wieder bei der kirchlichen Krönung des neuen Königspaars. Da senkte sich noch einmal eine mit Händen zu greifende feierliche Stimmung auf den Kirchenraum, bevor die Besucher an der Reihe waren: "Viel Glück für das Brautpaar und alles Gute für das Königspaar!" Darauf folgte die Überleitung zur festlichen Fortsetzung mit dem großen Zapfenstreich und krachender Kanone.

(NGZ)