Friedhofskommission Rommerskirchen besichtigte Friedhöfe

Friedhofskommission war unterwegs: Autos auf  Friedhöfen sorgen für Unmut

Die Gemeinde soll auf Wunsch der Friedhofskommission Regressansprüche prüfen.

Von Witterungsschäden ist aktuell im Zusammenhang mit dem Hitzesommer die Rede. Die Friedhofskommission des Bauausschusses, die unlängst die sechs öffentlichen Friedhöfe der Gemeinde inspizierte, konnte sich noch mit den Sturmschäden des vergangenen Winters auseinandersetzen, die derart eindrucksvoll ausfielen, dass sie laut Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert „erhebliche Sanierungsaufwendungen“ nötig machen.

Manfred Heyer (SPD), Vorsitzender des Bausschusses, beklagte gerade auch in diesem Zusammenhang das unbefugte Befahren der Friedhöfe, die die ohnehin bestehenden Probleme an den Wegen noch zusätzlich verschärften. Auf seine Bitte hin prüft die Gemeindeverwaltung nun die Möglichkeit etwaiger Regressansprüche gegen dingfest gemachte Fahrer. Heyer zufolge sollten die Schreiben an Firmen oder andere Nutzungsberechtigte bei Grabentfernungen oder anderen Arbeiten ergänzt und präzisiert werden.

Die Dringlichkeit, etwaige Ersatzansprüche geltend zu machen, wurde der Friedhofskommission auf dem Oekovener Friedhof vor Augen geführt: Der wurde am Tag zuvor befahren, wobei Randsteine beschädigt und zur Seite gedrückt wurden. Rudolf Reimert zufolge ließ sich aufgrund der Fahrspuren die Arbeitsstelle und damit auch der wahrscheinliche Verursacher der Schäden lokalisieren.

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Noch eine Spur dreister agierten Zeitgenossen auf dem Friedhof in Hoeningen. Dort wurde nach Auskunft von Reimert ein Teil der den Friedhof umgebenden Hecke entfernt, um die ungehinderte Zufahrt zu zwei Grabstellen zu ermöglichen.

Der viel zitierte Wandel in der Bestattungskultur hat sich auch im eher ländlich geprägten Rommerskirchen schon seit vielen Jahren bemerkbar gemacht: So übertrifft die Zahl der Urnenbestattungen die der „klassischen“ Erdbestattungen bereits seit einigen Jahren. Die Gemeinde trägt dem von Beginn an Rechnung: So sind auf den Friedhöfen in Nettesheim, Oekoven und Am Teebaum in Rommerskirchen inzwischen sämtliche Urnenfelder noch einmal erweitert worden.

Bei der nächsten Friedhofsschau der Kommission sollen auch Vertreter des Ordnungsamts sowie des Amts für Gebäudewirtschaft teilnehmen. Zudem wollen die Mitglieder der Kommission auch die beiden jüdischen Friedhöfe im Gemeindegebiet besichtigen.

(S.M.)
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