1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Freie Fahrt für Radfahrer

Rommerskirchen : Freie Fahrt für Radfahrer

Rommerskirchen Seit mehr als 30 Jahren warten die Radler darauf, endlich ohne erhöhte Gefahr für Leib und Leben zwischen Rommerskirchen und Bergheim-Hüchelhoven an der B 477 entlang radeln zu können. Über viele Jahre wurde nach einer Lösung gesucht, um die Radfahrer abseits der stark auch von Lastwagen frequentierten Straße entlang zu führen. Jetzt wurde das letzte Teilstück dem Verkehr übergeben, damit eine durchgehende sichere Anbindung geschaffen.

Rommerskirchen Seit mehr als 30 Jahren warten die Radler darauf, endlich ohne erhöhte Gefahr für Leib und Leben zwischen Rommerskirchen und Bergheim-Hüchelhoven an der B 477 entlang radeln zu können. Über viele Jahre wurde nach einer Lösung gesucht, um die Radfahrer abseits der stark auch von Lastwagen frequentierten Straße entlang zu führen. Jetzt wurde das letzte Teilstück dem Verkehr übergeben, damit eine durchgehende sichere Anbindung geschaffen.

Das Projekt hat eine lange Geschichte: Vor zehn Jahren nahm eine Planung Gestalt an, die parallel führenden Wirtschaftswege auszubauen. Letztlich scheiterte dieses Vorhaben an hohen Kosten. Licht am Ende des Tunnels wurde erst sichtbar, als auch mit Unterstützung des damaligen Bundesverkehrsministers Kurt Bodewig die Planungen für eine Umgehung B 59 n ihren Weg nahmen. Im Zuge dieses Ausbaus sollte auch die B 477 endlich einen Radweg erhalten.

Schwierig gestaltete sich laut Gemeinde, dass die betreffende Straße von zwei unterschiedlichen Niederlassungen des Landesbetriebes Straßenbau betreut wird. Die für den Bergheimer Teil zuständige Niederlassung Euskirchen schaffte dann Fakten und baute den ersten Teil des Radweges von Hüchelhoven bis zur Kreisgrenze aus.

Der Lückenschluss bis Rommerskirchen musste bis Fertigstellung der neuen Brücke für die B 59 n zurückgestellt werden. Im Oktober 2006 fiel zu diesem Brückenbauwerk der Startschuss. Auf den Tag genau ein Jahr später konnten sich Staatssekretär Ulrich Kasparik und Kurt Bodewig, MdB, vor Ort von der Fertigstellung der Brücke überzeugen.

Nachdem jetzt die umfangreichen Tiefbauarbeiten für die B 59 n angelaufen sind, wurde in einem ersten Schritt die B 477 wieder auf ihre alte Trasse umgelegt. Dabei wurde zugleich das fehlende Stück der Radwegeverbindung entlang der B 477 vorab fertig gestellt und kann seit wenigen Tagen befahren werden.

Verbindung zwischen Kreisen

Mit diesem Lückenschluss von wenigen hundert Metern ist jetzt eine sichere Anbindung für Radfahrer aus dem Rhein-Kreis Neuss in den Rhein-Erft Kreis geschaffen. Gerade für die Gemeinde Rommerskirchen, die seit 2004 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen ist, war diese Verbindung eine Herzensangelegenheit. Gemeinsam gaben Kurt Bodewig, einer der "Väter" der Gesamtplanung, Maria Pfordt, Bürgermeisterin der Stadt Bergheim, und der Rommerskirchener Bürgermeister Albert Glöckner, den Weg für den Verkehr frei.

"Dieser Radweg ist von großer Bedeutung. Schon am ersten Tag nach der Fertigstellung herrschte ein Betrieb von Radlern als wäre zum Volksradfahren eingeladen worden. Das zeigt, dass die Menschen sehnsüchtig auf diese Möglichkeit gewartet haben", so Glöckner. "Gemeinsam mit Bürgermeisterin Pfordt bin ich sicher, dass über diesen Radweg künftig noch mehr Austausch zwischen unseren Bürgern stattfinden wird."

Auch Kurt Bodewig zeigte sich sichtlich zufrieden: "Das Thema 'Radfahren' lag und liegt mir immer sehr am Herzen. Ich freue mich mit den Rommerskirchenern über die neuen Möglichkeiten und lade natürlich auch die Bewohner unseres Nachbarkreises gerne ein, die Schönheiten unseres Rhein-Kreises Neuss mit dem Rad zu erkunden."

(NGZ)