Förderverein Sinsteden will Hinweise auf das Kreiskulturzentrum

Rommerskirchen und das Kreiskulturzentrum : Förderverein will Beschilderung für Kulturzentrum

Der Rhein-Kreis Neuss hat bereits ein Hinweisschild beantragt. SPD-Landratskandidat Andreas Behnke reicht dies nicht.

Nach wie vor laufen die Bauarbeiten an der Umgehungsstraße B 59n, was momentan ein Problem verschärft, das dem Förderverein für das Landwirtschaftsmuseum auf den Nägeln brennt. Dadurch, dass die Umgehung Sinstedens den Durchgangsverkehr deutlich reduzieren soll, liege das Kreiskulturzentrum für wenig ortskundige Fahrer geradezu „am Ende der Welt“, wie Claus Coermann, Geschäftsführer des Fördervereins, sagt. Von den mehr als 10.000 Fahrzeugen, die die Ortsdurchfahrt täglich passierten, sollen am Ende auf der seit Anfang Oktober nicht mehr als B 59 firmierenden Ortsdurchfahrt im Bereich der Grevenbroicher Straße nur noch 700 übrig bleiben, so die offizielle Erwartung.

Für Claus Coermann und seine Mitstreiter „müsste es im ureigensten Interesse des Kreises sein, auf die vielfältige Museumslandschaft in Sinsteden hinzuweisen“, sagt er. Neben den Rückriem-Hallen, zahlreichen musikalischen Veranstaltungen und Ausstellungen beherberge das Kulturzentrum nicht allein das Landwirtschaftsmuseum und die Traktorenhalle, sondern zeichne sich auch durch ein vielfältiges pädagogisches Angebot aus, so Coermann. Gleichermaßen betroffen von der neuen Situation sei auch der benachbarte Wissenschaftliche Geflügelhof.

Unterstützung erhalten Coermann und der Förderverein durch Bürgermeister Martin Mertens, für den das Kulturzentrum eine wichtige Rolle bei der geplanten „Aufwertung des Innenbereichs der Ortschaft“ spielt. Mertens verweist hierzu auf eine im Frühjahr 2020 geplante Planwerkstatt, bei der sich die Bürger, aber natürlich auch der Förderverein, zu Wort melden können. Mertens befürwortet Maßnahmen, die „an den beiden Ampelkreuzungen auf diese wichtige Institution hinzuweisen.“

Noch einen Schritt weiter geht der frisch gebackene SPD-Landratskandidat Andreas Behnke: „Das Kulturzentrum in Sinsteden ist ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft des Kreises, das aber leider zu wenig Aufmerksamkeit erfährt. Es reicht nicht, mit der Beschilderung nur in Sinsteden darauf aufmerksam zu machen“, sagt er.

„Ich werde als Landrat durch geeignete Maßnahmen das Kulturzentrum Sinsteden entsprechend fördern“, erklärt Behnke schon ganz in Wahlkampfstimmung. Im Auge hat er dabei unter anderem eine verstärkte Bekanntmachung in Kreispublikationen.

 Eine außerörtliche Beschilderung mit dem Hinweis auf das Kreiskulturzentrum könnte es jedenfalls schon bald geben, wie Kreispressesprecher Benjamin Josephs mitteilt. „Einen entsprechenden Antrag hat der Kreis bereits beim Land gestellt.“ Er rechnet damit, dass hierüber schon in Kürze entschieden werde. Eine weitere gute Nachricht: Die bisher für einen zeitweise überaus zäh fließenden Verkehr sorgenden und nicht allein in den sozialen Medien von vielen Nutzern beklagten „Restarbeiten“ an der südlichen Anbindung Sinstedens könnten Ende November definitiv abgeschlossen sein „wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt“: Dies kündigt Rathaussprecher Elmar Gasten unter Berufung auf den Landesbetrieb Straßen-NRW an.

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