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Rommerskirchen: Feuerwehr setzt auf Nachwuchs

Rommerskirchen : Feuerwehr setzt auf Nachwuchs

Der Förderverein des Löschzugs Rommerskirchen hat der Jugendfeuerwehr einen neuen Anhänger gespendet. Insgesamt 13 Kinder und Jugendliche bereitet der Löschzug auf den aktiven Feuerwehrdienst vor.

In den Mai getanzt wird in Rommerskirchen traditionell bei der Feuerwehr. Für die gab es jetzt einen Grund zu feiern. Vor wenigen Tagen übergab der Förderverein des Löschzugs den Florianern einen neuen Anhänger. Der ist nach den Worten von Gemeindejugendwart Michael Leven zum Materialtransport ebenso bestimmt wie für Fahrten ins Ferienlager, denn mit "Betten, Zelten und Gepäck fällt dann einiges an".

Ihren ersten offiziellen Einsatz wird die Spende des Fördervereins aller Voraussicht nach beim Sommerfest der Jugendlichen haben. Gekostet hat das Gefährt 2000 Euro — der Förderverein und die Sparkassenstiftung haben sich den Betrag geteilt. Anders als viele andere Institutionen hat die Rommerskirchener Feuerwehr derzeit nur wenig Gründe, über Nachwuchsmangel zu klagen. In den vier Löschzügen der Gemeinde sind laut Michael Leven etwa 65 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren aktiv. 13 sind es beim Löschzug Rommerskirchen, wobei dort die Altersspanne von elf bis 17 Jahren reicht. "Damit liegen wir sehr gut: Kreisweit hat Rommerskirchen nach Neuss und Dormagen die größte Jugendfeuerwehr — darauf sind wir stolz", sagt Jugendwart Marco Augstein. Das Gros neuer Feuerwehrleute kommt aus dem Jugendbereich — auch wenn letztlich nicht alle bei der Stange bleiben: Etwa 70 Prozent der Jugendlichen wechseln nach Levens Worten mit der Volljährigkeit in den aktiven Feuerwehrdienst. Natürlich gebe es auch Quereinsteiger, die erst im Erwachsenenalter den Weg zu den Florianern fänden. Er und die Jugendwarte der Löschzüge haben sich allerlei einfallen lassen, damit beim Nachwuchs keine Langeweile aufkommt.

"Wir führen sie mit Spiel, Spaß und Spannung an die feuertechnische Ausbildung heran", sagt der Gemeindejugendwart der Florianer. Dabei wird auch schon mal ein Löschangriff aufgebaut und die Funktionsweise der Gerätschaften erklärt. "Wir simulieren verschiedene Sachen, aber dabei dürfen sich die Kinder und Jugendlichen keiner Gefahr aussetzen", so Leven. Ansonsten gibt es Spielabende und Sportwettbewerbe, so etwa das alljährlich auf Kreisebene ausgetragene Kräftemessen der Schwimmer. Hierfür fit machen können sich die Jugendlichen im Sonnenbad.

Großen Anklang findet neben einer kreisweit ausgetragenen Feuerwehr-Rallye auch die Internationale Feuerwehrsternfahrt: An der hat der Löschzug Rommerskirchen — auch mit Jugendlichen — bislang schon 22 Mal teilgenommen: Ende Mai ist es wieder soweit, wobei das Ziel Frankfurt/Oder auch von Rommerskirchen aus angesteuert wird.

(NGZ)