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Ferienspaß in Rommerskirchen: Skateboard-Workshop für Kinder

Ferienspaß in Rommerskirchen : Wie Kinder durch Skaten Durchhaltevermögen lernen

Rollende Räder und heiße Tricks bestimern für zwei Tage das Bild auf der Skater-Anlage in Rommerskirchen. In einem Workshop lernen Kinder von Profis wie es richtig geht.

(cobr) Fallen, Aufstehen und wieder neu Versuchen gehört für die neunjährige Elena „einfach dazu“, sie habe „sogar schon einen neuen Trick gelernt“. Unter der Federführung von echten Profis startet am Dienstag ein zweitägiger Skateboard-Workshop in Rommerskirchen. 30 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren nehmen daran teil.

Angeboten wird der kostenlose Ferienspaß, der auf der Skater-Anlage am Gorchheimer Weg stattfindet, in Kooperation zwischen der Gemeinde Rommerskirchen, dem Energieunternehmen innogy Westenergie als Sponsor und der Initiative skate-aid aus Münster.

„Wir hatten den Workshop im Internet ausgeschrieben und nach ein paar Tagen waren die Plätze schon vergeben“, berichtet Monika Lange, Leiterin des Familienbüros. Bereits das dritte Jahr in Folge findet die Aktion statt.

Der achtjährige Tristan ist zum ersten Mal dabei. „Ich bin vorher noch nicht so viel Skateboard gefahren“, sagt er. Hier habe er schon einen „Olli“ gelernt und erklärt: „Dabei springt man so mit dem Brett hoch“ und macht es begeistert vor. Dass die neuen Tricks meistens nicht beim ersten Versucht klappen, ist für ihn kein Problem: „Manchmal fällt man auch hin, das tut aber nicht weh, wir haben ja Schoner an.“

Eröffnet wurde der Workshop am Vormittag von Bürgermeister Martn Mertens, Sportdezernent Hermann Schnitzler und innogy-Kommunalmanager Frithjof Gerstner. „Viele Skater fahren bis jetzt mit dem Zug zum Beispiel nach Köln, deshalb ist es um so wichtiger, dass wir jetzt hier in Rommersirchen auch einen Workshop anbieten können“, findet Mertens, der im Alter von acht Jahren selbst das Skateboardfahren ausprobiert hat, jedoch schmunzelnd zugibt, dass das eher nicht seine Sortart gewesen sei. „Gerade jetzt in den Ferien, wo viele nicht wegfahren können, ist es wichtig, die Jugendlichen zu mehr Bewegung zu fördern.“ Im Gegensatz zur Schule, wo den Kindern beigebracht werde, Dinge in einer genau vorgegebenen Weise zu tun, lernten sie beim Skateboarden, ihren eigenen Weg zum Gelingen eines neuen Tricks zu finden, sagt Workshop-Koordinator und -Coach Jonas Steinert. „Das ist eine sehr individuelle Sportart, bei der man sich von Anderen zwar Rat holt, aber den richtigen Dreh im Endeffekt selbst herausfinden muss.“ Dazu brauche es manchmal auch viele Wiederholungen, und genau das fördere und stärke neben dem Gemeinschaftssinn auch das Durchhaltevermögen der Kinder.