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Feldbahnmuseum sagt die beliebten Nikolausfahrten ab.

Bittere Entscheidung : Feldbahnmuseum sagt die beliebten Nikolausfahrten ab

Verein kann nicht auf die Beschlüsse der Politik warten.

(sit) Es hätte so schön sein können: Die Fahrt beginnt am beheizten Lokschuppen, der zu diesem Anlass gemütlich eingerichtet und geschmückt ist. Der aus Personenwagen der Jahre 1908 bis 1925 bestehende Zug fährt die Strecke der Gillbachbahn bis zu ihrem Endbahnhof „An der Lohe“ und wieder zurück.

Das Feldbahnmuseum war bereit für seine im Dezember zum festen Veranstaltungskalender gehörenden Nikolausfahrten. Doch daraus wird nichts. Und das liegt natürlich an den seit Oktober stark gestiegen Corona-Fallzahlen, auf die die Landesregierung NRW bekanntlich mit einen Teil-Lockdown für den gesamten November reagiert hatte. „Die damit verbundenen Maßnahmen waren bisher jedoch nur wenig erfolgreich“, sagt Gregor Segschneider in seiner Funktion als Pressebeauftragter des Feld- und Werksbahnmuseums (FWM) in Oekoven. „Es ist abzusehen, dass der ‘Lockdown light’ in den Dezember verlängert wird. Gleichzeitig ließ die Bundesregierung durchblicken, die Maßnahmen noch verschärfen zu wollen.“

Wegen der umfangreichen und von Ehrenamtlern gestemmten  Vorbereitungen kann der Verein die für den 25. November geplanten Beschlüsse der Bundesregierung nicht abwarten, eine Entscheidung musste jetzt fallen. Aufgrund dieser unbefriedigenden Gesamtsituation, um den aktuellen Empfehlungen der Regierung Rechnung zu tragen und vor allem, um die Fahrgäste vor Ansteckung zu schützen, habe der Vorstand des Museumsvereins, so Segschneider, beschlossen, die Nikolausfahrten im Dezember abzusagen. Die vorbestellten und bereits bezahlten Fahrkarten würden zurückerstattet.

„Im Wissen, zum Teil langjährige Fahrgäste und sehr viele Kinder enttäuschen zu müssen, ist dem Vorstand diese Entscheidung, die nach Rücksprache mit der Gemeinde Rommerskirchen getroffen wurde, sehr schwer gefallen“, versichert Segschneider. Zudem bedeute sie einen erneuten Ausfall dringend benötigter Einnahmen für das Museum.