Feldbahn. Heftiger Schlagabtausch zwischen Kreis und Gemeinde

Kampfsport: Thai-Boxerinnen trainieren unter UN-Label

Der Kampfsportverein Bujin Gym organisierte jetzt das erste Frauensparring im Rahmen des UN-Projekts „Stop Violence against Women“. Die Resonanz war groß, weitere Sparrings folgen.

Elementare  Selbstverteidigungstechniken für Frauen gehört beim Kampfsportverein Bujin Gym Rommerskirchen schon seit Jahrzehnten zum festen Angebot. Angesichts von mehr als einem Drittel Frauen unter den 500 Mitgliedern ist es denn auch nicht verwunderlich, dass sich Bujin Gym am Sozialprojekt „Stop Violence against Women“ der Vereinten Nationen beteiligt. Die enge Kooperation haben der Muaythai-Weltverband IFMA und die UN vereinbart. Julia Wicher, Gleichstellungsbeauftragte de Muaythai-Bundes Deutschland, nahm dies zum Anlass, wieder einmal ein Frauensparring in der Trainingshalle von Bujin Gymn zu organisieren.

Bei Detlef Türnau, dem Vorsitzenden von Bujin Gym, und seinen Mitstreitern lief sie damit ebenso offene Türen ein wie beim Kreis der Adressatinnen. „Von München bis Flensburg“ seien Teilnehmerinnen in Rommerskirchen gewesen, sagt Detlef Türnau. Auch aus Luxemburg und den Niederlanden waren sie angereist, um bei dem Frauensparring dabei sein zu können. Schon in der Vergangenheit hat sich dieses Angebot - auch ohne UN-Label - als Teilnehmer(innen)magnet erwiesen: „Bei jeder dieser Trainingseinheiten für Frauen waren die Hallen überfüllt“, erinnert sich Detlef Türnau.

Um die Qualität des Trainings zu gewährleisten, war die Zahl der Teilnehmerinnen zunächst auf 40 begrenzt worden. Angesichts von mehr als 70 eingegangenen Anmeldungen trainierten am Ende 52 Mädchen und Frauen im Alter von 13 bis 48 Jahren im Bujin-Gym-Domizil an der Venloer Straße. Den Teilnehmerinnen hat diese Auftaktveranstaltung derart gut gefallen, dass viele auch beim nächsten Frauensparring am 2. Dezember in Eindhoven mitwirken wollen. Trainiert wurde in Rommerskirchen je nach Leistungsstärke in drei Gruppen.

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Für die teilnehmenden Frauen war dieses Training wieder einmal eine gute Gelegenheit sich auszutauschen, miteinander zu trainieren und von den anwesenden Female Champions wie etwa der für Bujin Gym startenden Weltmeisterin Atenea Flores noch etwas zu lernen. „Es war aber auch eine gute Gelegenheit, sich für kommende Sportveranstaltungen zu empfehlen, da auch etliche Veranstalter anwesend waren“, sagt Türnau.

Gewährleistet ist, dass das Frauensparring weitergehen wird. „Die Landespräsidenten von Bayern und Rheinland-Pfalz waren da, und die anderen Bundesländer werden wir bei einer Sitzung im Dezember überzeugen“, sagt Türnau, der seit 1984 auch Präsident des deutschen Muay Thai-Bunds ist, voller Optimismus.

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