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Rommerskirchen: Feierlicher Abschied von Kuck

Rommerskirchen : Feierlicher Abschied von Kuck

Nach seiner Wahl zum Kölner Diözesanbundesmeister hat Wolfgang Kuck 2010 sein Amt als Chef der Oekovener St. Sebastianus-Schützen aufgegeben. Die verabschiedeten ihn jetzt in ganz großem Stil.

Den Stabwechsel zum neuen Brudermeister Michael Schaaf im vergangenen September hat der Kölner Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck als einen "traumhaft geräuschlosen Übergang" im Gedächtnis behalten. Wesentlich geräuschvoller ging es bei der offiziellen Verabschiedung Kucks zu, die die St. Sebastianus-Bruderschaft ihrem langjährigen Frontmann jetzt bescherte. "Ich bin mir nicht ganz sicher, dass sich der Dank auf mich bezieht – es ist der nackte Wahnsinn", zeigte sich Kuck merklich bewegt von dem Überraschungsprogramm. Das nahm am Ende der Messe in St. Briktius seinen Lauf. "Mit meiner inneren Ruhe war es vorbei, als mich Franz Josef Freericks nach vorn bat", gab Kuck (61) einen Einblick in sein Innenleben, dem die von Bezirkspräses Peter Mario Werner gewürdigte "Gelassenheit" zeitweise ein wenig abhanden gekommen war.

In höchsten Ordensregionen

Zum Gottesdienst waren viele Bruderschaftsmitglieder aus Rommerskirchen und Dormagen erschienen. Auch das Kölner Diözesankönigspaar Walter und Andrea Honerbach war gekommen, wie auch Kucks Stellvertreterriege mit Robert Hoppe, Dietmar Vetterling und Klaus Zinke.

Seit etwas über einem Jahr ist Wolfgang Kuck Kölner Diözesanbundesmeister und als solcher für gut 50 000 Schützen zuständig. In den höchsten Ordensregionen des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften war Wolfgang Kuck bereits vor sechs Jahren angekommen, als er das Schulterband zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz erhielt. Endgültig im Schützen-Olymp angelangt ist er nun mit der Verleihung des St. Sebastianus-Ehrenschildes. Robert Hoppe würdigte in seiner Laudatio nicht zuletzt Kucks Frau Carola: "Ohne ihr Verständnis wäre Vieles gar nicht möglich." Ebenso wie die Verleihung des Ehrenschilds war Wolfgang Kuck auch eine weitere Überraschung sorgfältig vorenthalten worden. Kaum hatte sich die Kirche geleert, marschierten das heimische Tambourkorps "Frisch voran", der Fanfaren- und Majorettenzug St. Briktius sowie der von Freddy Maassen geleitete Musikverein "Die Niederrheiner" an und intonierten den Großen Zapfenstreich, ehe zum Empfang im Pfarrheim geladen wurde. Wolfgang Kuck versicherte, den Oekovener Schützen weiterhin erhalten zu bleiben: Auf das Schützenfest im August freut er sich als Ehrenbrudermeister und ansonsten einfaches Mitglied besonders: Jeder Verantwortung für die Vorbereitung und den Ablauf ledig, können er und seine Frau erstmals seit langem unter ganz anderen Voraussetzungen mitfeiern. "An der Freude wird sich nichts ändern", glaubt Wolfgang Kuck.

(NGZ)