Rommerskirchen: Familie wartet vergeblich auf Anschluss

Rommerskirchen: Familie wartet vergeblich auf Anschluss

Seit dem Einzug im Januar ist die Familie van den Brock im Neubaugebiet Steinbrink ohne funktionierenden Telefon- und Internetanschluss. Eine Geschichte von Verzögerungen, unangemeldeten Terminen und nervigem Warten.

Gestern Morgen um 9 Uhr erhielt Michaela van den Brock Besuch von einem Mitarbeiter der Telekom, der den Anschlusskasten fürs Telefon installierte. "Auf die Frage, ob das Ganze denn nun auch funktionsfähig ist, konnte er mir leider nur Negatives mitteilen", sagt Michaela van den Brock, die mit ihrer Familie im Januar das neue Eigenheim am Josef-Wolter-Weg bezogen hat.

Er wisse nicht, wie lange das Ganze noch dauere, von ein bis zwei Wochen, aber auch einem durchaus noch längeren Zeitraum sei die Rede gewesen, fasst Michaela van den Brock die Antwort des Telekom-Mitarbeiters auf ihre Frage zusammen.

Was der Rommerskirchenerin den allerletzten Anstoß gab, ihr letztes halbes Jahr mit der Telekom öffentlich zu machen. Als Bauherren im Neubaugebiet Steinbrink haben die van den Brocks ihren Angaben zufolge bereits im vergangenen September einen Antrag auf einen Neuanschluss gestellt. Nachdem dieser "aber erst im Oktober beantwortet wurde, war uns klar, das kann noch dauern. Jedoch haben wir nicht mit solchen Ausmaßen gerechnet", macht Michaela van den Brock ihrem Unmut Luft.

Bei Auskünften in der Hotline des Unternehmens sei vergangenen Herbst von einer Bearbeitungszeit zwischen vier und sechs Monaten die Rede gewesen - was im Nachhinein als eine schon fast hellsichtige und womöglich eher vorsichtige Prognose erscheinen könnte.

"Als im Dezember alle anderen Versorger ins Haus kamen und die Telekom darum bat, Bescheid zu geben, wenn der Schacht offen ist. Sie wollen ihn nicht noch einmal öffnen müssen, damit sie dann auch ihre Kabel einlegen könnten. Es tat sich selbstverständlich gar nichts", berichtet Michaela van den Brock.

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Im Januar war der Geduldsfaden der Familie van den Brock endgültig gerissen: Sie wurde schließlich an einen Baumanager verwiesen, der das Verfahren beschleunigen sollte. Was zunächst ganz gut anzulaufen schien, doch "leider ließ dieses Engagement des Baumanagers drastisch nach. Dieser Herr ist für uns nunmehr seit etwa vier Wochen nicht mehr zu erreichen", schildert sie eine zunächst eher hoffnungsvolle Etappe des monatelangen Wartens auf einen Telefon- und Internetanschluss.

Immerhin wurde der Schacht erneut geöffnet und das Glasfaserkabel verlegt - wenngleich in beiden Fällen unangemeldet, was indes deswegen funktionierte, dass zufällig jemand zuhause war.

Mitarbeiter des für die Telekom zuständigen Subunternehmers wären erneut unangemeldet erschienen, um das Kabel anzuschließen, hätten an der Einliegerwohnung der Schwiegereltern geklingelt und Einlass in die Hauptwohnung begehrt, wo indes niemand anwesend war. Eine Fristsetzung in der Karwoche mündete in den erneut gescheiterten Versuch, einen Termin mit dem Subunternehmer zu vereinbaren. Der überließ nach Michaela van den Brocks Darstellung wieder der Telekom das Feld, deren Mitarbeiter gestern den Anschlusskasten montierte.

Eine angefragte Stellungnahme der Telekom, insbesondere eine Antwort darauf, wann die van den Brocks einen funktionierenden Telefonanschluss erhalten, war gestern bis Redaktionsschluss nicht erhältlich.

(NGZ)
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