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Rommerskirchen: Evinghovener wollen Erholungswert erhöhen

Rommerskirchen : Evinghovener wollen Erholungswert erhöhen

Beim Ortsteilgespräch mit Bürgermeister Martin Mertens äußerten die Bürger viele kleine und einige größere Wünsche.

Ein kleiner See am Strategischen Bahndamm, um den Naherholungswert zu erhöhen. Ein Ausbau des Busnetzes und eine Takterhöhung bei den bestehenden Verbindungen. Verkehrsberuhigende Maßnahmen zur Entlastung der Anwohner. Und, und, und: Die Wünsche der Evinghovener an ihre Gemeinde, kleine und größere, sind vielfältig. davon konnte sich Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens jetzt beim Ortsteilgespräch überzeugen. Das rege Interesse der Bürger spiegelte sich im gut gefüllten Veranstaltungsraum der Feuerwache wider: Mehr als 40 Personen waren gekommen, um sich über Themen zu informieren, die ihr Dorf betreffen - und um Anregungen und Verbesserungsvorschläge loszuwerden.

Wer einen Vortrag der Verwaltung oder des Bürgermeisters über den Zustand und die Perspektiven des Ortes erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. "Wir haben uns für eine alternative Vorgehensweise entschieden, weil wir glauben, dass sich die Bürger so aktiver beteiligen können", erklärte Mertens. Tatsächlich beherrschten Stehtische das Bild, nur vereinzelt gab es Stühle entlang der Wände. Auf auffälligsten aber waren die Stellwände, die in Hufeisenform angeordnet waren und auf denen fünf große Themengebiete angeschlagen waren, die als "Handlungsfelder" das grobe Spektrum abdecken sollten. Dazu gehörten Daseinsvorsorge, Soziales Leben, Bauland/Baulücken/Ortsentwicklung, Ortsbegrünung und Öffentlicher Raum. An jeder Stellwand standen mindestens zwei Rathausmitarbeiter der jeweils zuständigen Fachabteilung und standen den Bürgern Rede und Antwort.

Gerade zum öffentlichen Raum fanden sich rasch zahlreiche Anregungen der Teilnehmer. So forderte ein Bürger die Aufstellung einer zusätzlichen Straßenlaterne an der Ecke Fichtenweg/Kiefernweg, damit diese dunkle Ecke gegenüber des Denkmals besser ausgeleuchtet werde. Ein anderer wünschte sich die Umwandlung von Lilien- und Dahlienweg in eine Spielstraße. Eine generelle Tempo-30-Zone für die Widdeshovener Straße wurde ebenso gefordert wie ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit Ausnahme von Anliegern sowie die Ausbesserung des Wirtschaftsweges zum Friedhof. Zahlreich waren die Wünsche an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Vorgeschlagen wurde auch die Einrichtung eines Bürgerbusses oder -taxis. Schließlich gab es noch eine Anregung, den Kirmesplatz außerhalb der Kirmeszeit attraktiver zu gestalten.

Doch nicht nur Vorschläge der Bürger landeten auf den Schautafeln. Vorbereitend hatte die Verwaltung zusammengetragen, welche Maßnahmen die Gemeinde in der jüngeren Vergangenheit umgesetzt hat und welche sie von sich aus noch vorschlägt. Dazu gehören unter anderem die Neuanlage eines Gehweges im Bereich Widdeshovener Straße 97b, eine Radwegeverbindung zwischen Evinghoven und Deelen sowie eine "30"-Markierung für den Dahlienweg. Auch die Detailpläne für die geplante Ortsumgehung B 477n wurden ausgehängt und erläutert.

(NGZ)