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Rommerskirchen: Eventlokal zieht ins "Posthorn"

Rommerskirchen : Eventlokal zieht ins "Posthorn"

Sascha Bollo, neuer Pächter im "Alten Posthorn", will die Traditionsgaststätte zu einem – nicht mehr täglich geöffneten – Eventbetrieb machen. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft hält an ihren Umzugsplänen fest.

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft will das Jugendheim zu ihrem neuen Domizil machen. Ihr bisheriges Vereinslokal "Zum alten Posthorn" soll aber nicht dauerhaft geschlossen bleiben. Mitte März will der neue Pächter Sascha Bollo es wieder eröffnen.

Bollo, der in Rommerskirchen ein Unternehmen für Zeltvermietungen und Getränke betreibt, baut dabei vor allem "auf die Familie und Aushilfen – insgesamt soll es ein vierköpfiger Stamm von Mitarbeitern sein." Sascha Bollo, der das "Alte Posthorn" seit 1. Januar gepachtet hat, arbeitet mit Zeltverleiher Georg Späth zusammen und ist geschäftlich auch in Jüchen vertreten. In Oekoven plant er "keinen klassischen Gaststättenbetrieb" mehr: Vielmehr will Bollo das Lokal für private Festivitäten aller Art vermieten. "Wer feiern will, kann feiern, und wenn er will, auch das Personal mieten." Dies gilt für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Partys, aber auch Beerdigungskaffees. Auch an die Bruderschaft richtet sich das Angebot: Die soll dort weiterhin Versammlungen abhalten und beim Schützenfest den Vogelschuss abhalten können. Während des Schützenfests im August werde das "Alte Posthorn" in jedem Fall durchgehend geöffnet sein, erzählt Bollo.

Umso unangenehmer überrascht war er davon, dass die Schützen offensichtlich die Gaststätte vollends aufgegeben haben und das Jugendheim zu ihrer neuen Bleibe machen wollen. Was nicht nur in diesem Fall eine Konkurrenzsituation heraufbeschwört: Nach den (Umbau-) Plänen der Schützen soll aus dem Jugendheim so etwas wie das gesellige Zentrum von Oekoven, Deelen und Ueckinghoven werden. "Die Bruderschaft hat gewusst, dass nicht dauerhaft geschlossen sein wird", sagt Helmut Pranschke, der Eigentümer der Gaststätte, der diese bis Ende 2011 auch selbst betrieben hat. Auch Sascha Bollo selbst hatte Kontakt zur Bruderschaft, doch zu einem richtigen Gespräch ist es offensichtlich nie gekommen. Für Brudermeister Michael Schaaf jedenfalls ist die bevorstehende Neueröffnung kein Anlass, von den Umbauplänen fürs Jugendheim abzurücken: "Wir können unsere Vereinstätigkeit langfristig nicht davon abhängig machen, ob die Gaststätte gerade offen hat oder geschlossen ist. Informationen darüber, wie es weitergehen soll, hatten wir nicht. " Auch der Vorstand habe die Neuausrichtung kürzlich noch einmal bekräftigt. "Wir brauchen einen Tagesbetrieb, ansonsten wirkt die Gaststätte für uns weiterhin wie geschlossen", sagt Schaaf. "Wir planen ausschließlich mit dem Jugendheim", beschreibt er den aktuellen Kurs der Bruderschaft.

Sascha Bollo wird derweil schon in wenigen Tagen zur Neueröffnung einladen.

(NGZ)