Rommerskirchen: Ersatzbrücke nicht auf die Schnelle möglich

Rommerskirchen: Ersatzbrücke nicht auf die Schnelle möglich

Für die von RWE abgerissene Brücke am Heimchesweg sollen Alternativen geprüft werden.

Im Februar hat RWE Power die im Eigentum des Unternehmens befindliche Bahnbrücke am verlängerten Heimchesweg abgerissen. Zugleich hatte der Stromriese deutlich gemacht, dass er keinen Ersatz für das Bauwerk leisten will. Zum Verdruss vieler Spaziergänger und Radler, die die baufällig gewordene, wahrscheinlich über 100 Jahre alte Brücke noch genutzt hatten, als sie im Sommer 2016 für den Publikumsverkehr gesperrt wurde.

Die Kommunalpolitiker würden gern Ersatz für die Brücke schaffen, wie etwa jüngst ein Prüfauftrag der CDU im Rat gezeigt hatte. Bürgermeister Martin Mertens warnt jedoch vor allzu großem Optimismus, was eine schnelle Lösung angeht. Zunächst müssten die alternativen Zuwegungen sicher zugänglich sei, so der Bürgermeister. Dass RWE Power einen irgendwie gearteten Beitrag zu einer Alternative für die Brücke leisten könnte, glaubt er nicht. Aktuell ist die Gemeinde nach den Worten von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert dabei, eine Kostenschätzung für den Bau einer Radwegbrücke einzuholen. Erst im Verlauf des kommenden Jahres rechnet er mit Ergebnissen, über die dann der Politik berichtet werden könne und die dieser womöglich eine ausreichende Entscheidungsgrundlage böte.

Dass eine Sanierung der Brücke nicht wahrscheinlich sei, hatte RWE Power der Verwaltung schon im Sommer 2016 mitgeteilt. Gut ein Jahr später wurde dann daraus die Gewissheit, dass dies auch für eine bloße Nutzung als Fußgänger- und Radbrücke gelte.

Im buchstäblichen Sinne tragfähige Ersatzlösungen rangieren hinsichtlich der Kosten zwischen nicht gerade preiswert bis ausgesprochen teuer, wobei ein diskutabler Einstieg unterhalb einer sechsstelligen Summe als kaum möglich erscheint.

(S.M.)