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Rommerskirchen: Ernte zu 99 Prozent eingefahren

Rommerskirchen : Ernte zu 99 Prozent eingefahren

Am Wochenende endet im neuen Silo-Lager der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft die Getreideernte. Sie ist besser ausgefallen als die nicht schlechte Ernte 2011. "Die Landwirte sind sehr zufrieden", sagt Axel Steinkellner.

Das Bürogebäude der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft wird erst im Herbst fertig. In dem zurzeit als Büro genutzten Baucontainer staut sich die Hitze. Dennoch ist Axel Steinkellner erleichtert. Die Getreideernte — zuletzt war der Weizen an der Reihe — ist so gut wie beendet.

"Wir sind zu 99 Prozent fertig", sagt der Leiter des 2011 neu erbauten Lagers der Genossenschaft. "Am Samstag wird der letzte Landwirt dreschen", allerspätestens Sonntag können auch Axel Steinkellner und seine Mitarbeiter einen Schlussstrich unter die Ernte ziehen. Was unter diesem in Zahlen stehen wird, vermag er zurzeit noch nicht zu sagen. Sicher ist jedoch: "Es war eine gute Ernte. Die Landwirte sind sehr zufrieden, auch mit den guten Getreidepreisen", lautet Steinkellners Fazit.

Angesichts des durchaus regnerischen Julis ist es zwar zu Verzögerungen bei der Ernte gekommen. Dennoch gab es laut Axel Steinkellner "nur vereinzelt Qualitätsprobleme." Lediglich fünf bis sechs Prozent des Ertrags sei "Futterweizen minderer Qualität gewesen", weiß er zu berichten. Bis zu 100 Landwirte dürften es nach Axel Steinkellners Schätzung gewesen sein, die ihre Ernte bei der Genossenschaft ablieferten. Neben den Rommerskirchener Bauern kamen sie aus den "Dormagener und Grevenbroicher Randgebieten sowie aus dem Raum Pulheim hinzu", beschreibt er den Einzugsbereich.

Deren Speicherkapazität der neuen Silos sowie technische Neuerungen gegenüber dem alten Standort an der Eckumer Bahnstraße haben den Landwirten wie auch den Mitarbeitern der Genossenschaft das Leben beträchtlich erleichtert. "In unseren Silos können wir jetzt 26 500 Tonnen Getreide lagern. Im Eckumer Silo waren es 6000 und im Bahnlager noch einmal 2600", beschreibt Steinkellner die enorm gestiegenen Lagermöglichkeiten. Schlangenbildungen wie sie an der Bahnstraße gang und gäbe waren, gibt es nicht mehr.

Um 7 Uhr morgens ging es während der Getreideernte für Steinkellner, drei weitere Mitarbeiter und einen Auszubildenden los: Die Messgeräte fürs Getreide wurden eingeschaltet, einige benötigen einen Vorlauf von einer halben Stunde. "Wenn der erste Landwirt ankommt, wird eine Probe gezogen und ausgewertet", sagt Steinkellner. Danach entscheidet sich, ob der Bauer die Annahmestellen für den "Brotweizen" oder den Futterweizen ansteuert.

Die Annahmeleistung an den zwei Anlagen beträgt 500 Tonnen — in Eckum waren es lediglich 150 Tonnen. Die deutlich höheren Kapazitäten haben auch die Arbeitstage von Steinkellner und seinen Mitarbeitern verkürzt: "Maximal bis 23.30 Uhr" waren sie während der vergangenen anderthalb Monate im Einsatz — in Eckum war ein Feierabend um 1 Uhr nachts keine Ausnahme.

(NGZ/rl)