1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Erftverband saniert Kanalnetz bis 2016

Rommerskirchen : Erftverband saniert Kanalnetz bis 2016

In Eckum und Gill müssen zudem viele Hausanschlüsse repariert werden - insgesamt ein Zehntel des Kanalnetzes.

In Nettesheim und Butzheim war es vor einigen Jahren der Fall, seit vergangener Woche ist der Erftverband in Eckum und Gill präsent - und das nicht nur für einige Wochen: Die vom Erftverband beauftragte Baufirma Schlun nämlich hat mit der Sanierung der öffentlichen Kanalisation begonnen. Dabei wird sie in Abschnitten vorgehen, wobei die Arbeiten voraussichtlich mehr als anderthalb Jahre bis August 2016 dauern werden.

"Wir haben am Tannenweg begonnen, gehen dann über den Weißbirken-und den Akazienweg den Eckumer Berg entlang", beschreibt Frank von Tongelen, Schachtmeister der Firma Schlun die Auftaktphase. Die Arbeiten werden bis zum Bahnhof und dann einige Eckumer Straßen entlang führen. Die Firma Schlun hat derweil ihr Hauptquartier am Blöcherhof aufgeschlagen.

In Schuss gebracht werden laut Jürgen Alt vom Erftverband etwa "sieben bis acht Kilometer" des Rommerskirchener Kanalnetzes, das gut 80 Kilometer lang ist und Anfang 1998 von der Gemeinde Rommerskirchen an den Erftverband übertragen wurde. Repariert werden nicht zuletzt defekte Hausanschlüsse, die Jürgen Alt zufolge in beträchtlicher Anzahl vorhanden sind. "Hier ist oft mit dem Hammer hineingeschlagen worden. Bei einer Erneuerung war der Beton dann ganz kaputt", berichtet der Vertreter des Erftverbands von großem Handlungsbedarf. Die Hausanschlüsse werden einzeln und in offener Bauweise erneuert. Zudem werden im Rosenweg, dem Rotdornweg, in der Breslauer Straße und der Bergheimer Straße neue Kanalleitungen verlegt.

  • Corona-Zahlen im Rhein-Kreis Neuss : Aktuell sind 343 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen
  • Das Bächle in Butzheim erinnert an
    Anatols Kunstwerk in Rommerskirchen : Das „Bächle“ muss saniert werden
  • Leere Flaschen schwimmen als letzten Überreste
    Randale bei Partys in Köln und Münster : „Wer Flaschen auf Polizisten wirft, ist kein Pandemie-Freiheitskämpfer“

Zugleich beginnt nach Auskunft des Erftverbands die grabenlose Sanierung der Ortskanalisation. Bei den Reparaturen kommen, direkt im Kanal, Roboter zum Einsatz. Zudem werden harzgetränkte Glasfaserschläuche, so genannt Inliner, verwendet. Der gemeinsame Beginn der offenen wie der geschlossenen Bauarbeiten hat sich nach Auskunft des Erftverbands bewährt. Er soll den möglichst reibungslosen Ablauf der Sanierung sicherstellen und damit auch die Gesamtbauzeit verkürzen.

Zu den voraussichtlichen Gesamtkosten der aufwendigen Kanalsanierung mochte sich Jürgen Alt gestern auf Nachfrage nicht äußern. Während der Bauarbeiten kann es durchaus zu Behinderungen kommen. Anfragen zum konkreten Verlauf der Arbeiten können Anwohner direkt an die Firma Schlun richten: Schachtmeister Frank von Tongelen ist telefonisch unter 0151/11314454 zu erreichen. Ansprechpartner beim Erftverband ist Jürgen Alt (022271/881140).

Während der Erftverband in Sachen Sanierung dauerhaft vor Ort bleibt, zieht er sich in anderer Hinsicht zurück: Wie berichtet, gehört die Kläranlage Villau zu den 19 seiner 40 Kläranlagen, die er aus wirtschaftlichen Gründen aufgibt. In der 1981 gebaute Kläranlage war es vor vier Jahren zu massiven Betriebsstörungen gekommen, nachdem das Becken zugefroren war. Effizienter als eine Sanierung ist aus Sicht des Erftverband, das anfallende Abwasser über das Gruppenklärwerk Grevenbroich zu leiten.

(NGZ)