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Rommerskirchen: Eltern werben weiter für Kita

Rommerskirchen : Eltern werben weiter für Kita

Petra Quodt und andere Mütter wollen die Schließung der Kindertagesstätte "Gillbach-Spatzen" nicht akzeptieren. Sie rühren die Werbetrommel, damit dort möglichst viele Kinder angemeldet werden.

Das Damoklesschwert der Schließung zum Jahresende 2011 schwebt über der in der Butzheimer Begegnungsstätte Alte Schule untergebrachten Tagesstätte "Gillbach -Spatzen". Wobei das Ende für die Eltern der diese Tageseinrichtung besuchenden Jungen und Mädchen noch keineswegs ausgemachte Sache ist. Gemeinsam mit Sonja Lierenfeld, der Leiterin des eingruppigen Kindergartens und Erzieherin Nadja Tiggelkamp bereiten jedenfalls Petra Quodt sowie andere Mütter und Väter derzeit das Ballonfest vor, mit dem am 19. Juni das zehnjährige Bestehen des Kindergartens gefeiert werden soll.

"Genug Nachfrage vorhanden"

Petra Quodt, die sich bereits im Bildungsausschuss kritisch zu den Schließungsplänen der Verwaltung äußerte, mag nicht glauben, dass es in anderthalb Jahren zu einer Schließung kommt: "Es gab und gibt genug Nachfrage für die ,Gillbach-Spatzen'", ist sie überzeugt und verweist auf den großen Einzugsbereich der Tagesstätte: "Viele Eltern haben sich bewusst für die besondere Qualität der ,Gillbach-Spatzen' entschieden, auch Eltern, die den Weg nicht scheuen und gern ihre Kinder täglich aus Rommerskirchen, Eckum oder sogar Grevenbroich nach Butzheim bringen." Petra Quodt vermag nicht einzusehen, "warum interessierten Eltern die Wahlmöglichkeit genommen werden soll, die Besonderheiten des Erfolgsmodells ,Gillbach-Spatzen' kennen zu lernen."

Drei ihrer Kinder haben die — gleichfalls von der Schließung bedrohte — Naturgruppe "Schlammspringer" besucht, ihre jüngste Tochter besucht die "Gillbach-Spatzen" und müsste Anfang 2012 den Kindergarten wechseln, sollte es zu einer Schließung kommen. Petra Quodt, die mit ihrer Tochter eher durch Zufall an die "Gillbach-Spatzen" geriet, da die Naturgruppe bereits besetzt war, zeigt sich begeistert von der Einrichtung und ihrem vielfältigen Programm: Da der Kindergarten eingruppig betrieben werde, fänden Vorschulaktionen durchweg vormittags statt.

Die Konsequenz: "Somit können auch Kinder mit einer Buchungszeit von 25 Stunden daran teilnehmen", so die Butzheimerin. Einen weiteren Vorteil der Eingruppigkeit sieht sie darin, dass hierdurch "insbesondere das soziale Miteinander der Kinder sehr gefördert wird." Zudem würden kreative Arbeitsgemeinschaften zu wechselnden Themen angeboten. Erst im vergangenen Jahr sei der Garten der Tagesstätte neu angelegt worden, und zwar auch mit der Hilfe der Gemeinde, bedauert Petra Quodt den Sinneswandel.

Nach Lage der Dinge lässt sich das Blatt wohl nur durch steigende Anmeldezahlen wenden: Petra Quodt rührt engagiert die Trommel bei Eltern, deren Kinder bald eine Tagesstätte besuchen werden.

(NGZ)