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Rommerskirchen: Eltern kritisieren Sicherheit an Haltestelle

Rommerskirchen : Eltern kritisieren Sicherheit an Haltestelle

Wie gefährlich ist die Haltestelle an der Feuerwache? Besorgte Elternstimmen haben die CDU zu einer Besichtigung der Bushaltestelle an der B 477 in Butzheim veranlasst. Unfälle mit Schülern hat es hier jedoch noch nicht gegeben.

Allmorgendlich halten an der gleich neben der Feuerwache an der B 477 liegenden Haltestelle zahlreiche Busse. Zwischen 7 und 7.30 Uhr sind es mindestens acht Schulbusse, die hier Station machen. Anfragen von Eltern haben nach den Worten des CDU-Vorsitzenden Michael Willmann die Union zu "einer Bestandsaufnahme" veranlasst.

Gestern Morgen nahmen Willmann, weitere CDU-Vertreter und einige besorgte Eltern die Haltestelle unter die Lupe. "Es herrscht viel Verkehr und die Schulkinder müssen ohne Ampel und Zebrastreifen über die Straße gehen", sagt Ingo Döling. Der Butzheimer hat unangenehme Erinnerungen an diesen Bereich: "Vor Jahren ist hier mein Hund an der Leine totgefahren worden", erzählt er. Eine Ampel würde auch Michael Willmann befürworten, "um die Priorität der Feuerwehr sicher zu stellen". Zweifel hegt er indes, was die Möglichkeit von Zebrastreifen angeht.

"Wir wissen, dass die Situation an einer Bundesstraße komplex und schwierig ist, aber das heißt nicht, dass nichts möglich ist", betont der CDU-Vorsitzende. Ein Problem sieht Michael Willmann auch durch die Straßenführung selbst. Auf gerader Strecke von Frixheim kommend werde oft zu schnell gefahren, während durch die leichte Kurve der Bereich Butzheim schlecht einsehbar sei. "Prävention ist nötig", meint Josef Horstmann von der CDU-Senioren-Union. Aus der Sicht von Dietmar Büsgen besteht ein wesentliche Problem darin, dass es nicht einen Übergang gibt, sondern die Kinder die B 477 "an verschiedenen Stellen überqueren".

Weder für Kinder noch Erwachsene gebe es hier Regelungen, so die gestern Morgen zu hörende Kritik. Michael Willmann zufolge will die CDU weitere Fakten recherchieren und eventuell nach den Osterferien "eine Art Bürgerversammlung" veranstalten, bei der die Probleme vertieft diskutiert werden können.

Die Gemeindeverwaltung kann die Bedenken der Bürger nur schwer nachvollziehen. Rathaussprecher Elmar Gasten verweist auf die genau zwischen beiden Bushaltestellen platzierte Querungshilfe: "Wer einen noch höheren Sicherheitsstandard haben will, sollte die Fußgängerampel in Butzheim benutzen." Die befindet sich ein gutes Stück von der Haltestelle entfernt.

Mehr als zweifelhaft dürfte sein, ob Schüler aus Nettesheim und den benachbarten Teilen Butzheims diesen Umweg nehmen würden. Andererseits macht Gasten zufolge die bloße Existenz dieser Ampel die Errichtung einer weiteren höchst fraglich: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in 100 Meter Entfernung eine zweite Ampel aufgestellt wird." Zebrastreifen, zumal auf einer Bundesstraße, dürften nach Gastens Worten keine Realisierungschance haben. "Zebrastreifen täuschen nach Ansicht der Verkehrsplaner eine falsche Sicherheit vor." Nach Auskunft des Ordnungsamts ist über Unfälle mit Fußgängern an dieser Bushaltestelle nichts bekannt, geschweige denn solche, in die Schüler verwickelt gewesen wären.

Schließlich verweist Sprecher Elmar Gasten Kritiker des aktuellen Zustands an die zuständige Behörde: "Selbstverständlich ist die Gemeinde auch für ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Entscheidung über Maßnahmen an der Querung trifft aber nicht die Gemeinde, sondern das Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss."

(NGZ/rl)