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Rommerskirchen: Eintritt ins "Sonnenbad" wird teurer

Rommerskirchen : Eintritt ins "Sonnenbad" wird teurer

Für die Nutzer des Hallenbads am Nettesheimer Weg werden die Eintrittspreise leicht steigen. Auch für die Schwimmvereine sind Neuerungen geplant, um das defizitäre Bad besser auszulasten. Zum Beispiel Vermietung.

Trotz Jahr für Jahr steigender Besucherzahlen bleibt das "Sonnenbad" am Nettesheimer Weg ein Zuschussbetrieb. Allein der operative Verlust des 1971 in Betrieb genommenen Hallenbads beträgt nach den Worten von Bürgermeister Albert Glöckner "jährlich 240 000 Euro, wobei die Investitionskosten hierin noch nicht enthalten sind". Ungeachtet dessen hat in den vergangenen Jahrzehnten noch niemand die weitere Existenz des seit einigen Jahren als Eigenbetrieb der Gemeinde geführten Bads in Frage gestellt.

Der Rat hat sich wiederholt für dessen Notwendigkeit ausgesprochen, unter anderem, aber nicht ausschließlich, wegen des Schulsports. Während die Belegschaft des Bads Glöckner zufolge aufgefordert ist, das jährliche Defizit "der 200 000-Euro-Marke anzunähern", sollten die Politiker zustimmen, dass jetzt 7000 Euro beigesteuert werden. Die natürlich auf die das Bad nutzenden Bürger entfallen würden, denn geplant ist eine Erhöhung der Nutzungsentgelte, wie schon im November 2012 bekannt wurde. Kämmerer Hermann Schnitzler: "Wir haben im Entwurf des Wirtschaftsplans 2013 nicht nur die Aufwendungen auf ein vertretbares Maß vermindert. Vielmehr gilt es auch die Ertragssituation zu verbessern." Klar sei, so Schnitzler, das "umfangreiche Angebot im Hallenbad auch künftig vorhalten zu können".

Nach dem jetzigen Beschluss des Haupt-und Finanzausschusses wird der Eintritt für Jugendliche im Sonnenbad weiterhin zwei Euro betragen. Dieser Betrag kann weiterhin gesenkt werden, wenn Zehner-, 25-er oder 40-er Karten gekauft werden — auch wenn diese etwas teurer sind als bisher. Die Zehnerkarte würde für Jugendliche und andere Bürger, die eine Ermäßigung geltend machen können, künftig 16, 50 Euro kosten — bisher sind es 15 Euro. Für die 25-er Karte wären 33 statt bislang 30 Euro zu berappen. 45 statt 40 Euro würden in dieser Nutzergruppe künftig für die 40-er Karte fällig. Bei Erwachsenen würde die Erhöhung etwas teurer: Der Einzelbesuch des Bads stiege von drei auf 3,50 Euro. Die Zehner-Karte könnte 27,50 statt 25 Euro kosten, während das Ticket für 25 Besuche 60 statt 55 Euro kostete. Bei der 40-er Karte würde der Preis von 72 auf 80 Euro steigen. Jahreskarten soll es nach wie vor nicht geben.

Laut Kämmerer Hermann Schnitzler und Rathaussprecher Elmar Gasten erfüllt diese Funktion bei den Kunden die Karte für 40 Besuche. Während die Erhöhungen für "Einzelbesucher" bald umgesetzt werden sollen, wird eine Neuerung für die Schwimmvereine erst beschlossen, wenn — voraussichtlich im Juni — eine Novellierung der Vereinszuschüsse auf der Tagesordnung steht. Die Vereine haben bisher 5,50 Euro pro Stunde bezahlt. Um die Kapazität des Bads besser auszulasten wird nun überlegt, einzelne Bahnen zu vermieten. Der Eigenbetrieb erwartet hiervon eine bessere Auslastung, die mit erhöhten Einnahmen einhergehen könnte. Umgesetzt werden soll die Neuerung in Abstimmung mit den Vereinen. Wie Hermann Schnitzler in seiner Eigenschaft als kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebs die Politiker informierte, werden sich in diesem Jahr zehn Beschäftige 8,9 im "Sonnenbad" vorhandene Stellen teilen. Gegenüber 2012 haben sich laut Hermann Schnitzler "lediglich marginale Änderungen ergeben".

(NGZ)