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Rommerskirchen: Einstimmiges Votum für Rettungswagen

Rommerskirchen : Einstimmiges Votum für Rettungswagen

Rettungsausschuss des Kreistags befürwortet Stationierung in der Gemeinde. Krankenkassen müssen noch zustimmen.

In der Gemeinde soll ein eigener Rettungswagen stationiert werden. Erwartungsgemäß empfahl der Kreistagsausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz jetzt einstimmig dem Kreistag unter anderem diese Neuerung im Bedarfsplan für den Rettungsdienst. Bis es soweit ist, wird es jedoch noch eine Weile dauern.

Eine weitere wichtige Etappe steht nach den Worten von Kreisdezernent Ingolf Graul kommenden Donnerstag, 5. Februar, bevor: Dann findet ein Gespräch des Rhein-Kreises Neuss mit den Krankenkassen statt. Deren Zustimmung liegt noch nicht vor, sie hätten zusätzlichen Informationsbedarf angemeldet, sagte Graul. Sollten die Kassen nicht bereit sein, die Kosten zu übernehmen, müsse der Kreistag sich noch einmal inhaltlich mit der jetzigen Empfehlung auseinandersetzen. Die endgültige Entscheidung werde dann die Bezirksregierung treffen, sagte Ingolf Graul.

Eine Prognose für das in einer Woche anstehende Gespräch mit den Kassen mochte er nicht abgeben. Auch wann die Stationierung erfolgen könnte, ist noch offen, wie Graul auf Nachfrage von Johannes Strauch (SPD) deutlich machte: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, wann diese Maßnahme umgesetzt werden kann." Selbst wenn im Sinne des Kreises keine weiteren Komplikationen mehr auftreten sollten, sei mit Sicherheit von weiteren drei Monaten auszugehen, so der Dezernent.

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Offen bleibt einstweilen auch der konkrete Standort für einen Rettungswagen: Diana Geldermann (SPD) schlug vor, den Bereich von Anstel bis Butzheim ins Auge zu fassen, wo eine Stationierung nahe der dortigen Feuerwache in Betracht kommen könnte. Claudia Hambloch (CDU) sprach sich hingegen dafür aus, "Anstel eher zu bevorzugen", weil von dort aus Ortschaften wie Evinghoven und Widdeshoven schneller zu erreichen seien. Durch die jetzige Beschlussfassung wird der sich womöglich anbahnende Konflikt erst einmal vertagt, ist doch hier lediglich die Rede von einem Standort "in Rommerskirchen".

Wo der Rettungswagen am Ende tatsächlich stehen wird, will der Kreis laut Ingolf Graul "in Abstimmung mit der Gemeinde entscheiden". Zum Sinneswandel des Kreises, der in den vergangenen Jahren die Notwendigkeit eines in der Gemeinde vorhandenen Rettungswagens stets bestritten hatte, trug entscheidend die Verlegung des bislang in Neurath stationierten Wagens bei. Der versieht laut Kreis-Ordnungsamtsleiter Hans-Joachim Klein seit vergangenem Sonntag von Frimmersdorf aus seinen Dienst.

Dass der Wagen seit Juli 2012 von Neurath aus operieren konnte, hatte entscheidend dazu beigetragen, dass das erforderliche Eintreffen binnen zwölf Minuten in mindestens 90 Prozent der Einsätze seither (zumeist) gewährleistet war, nachdem dieser Wert vor 2012 oft verfehlt wurde. Die Verlagerung des Rettungswagens ins weiter von Rommerskirchen entfernte Frimmersdorf hätte neuerliche Probleme mit der genannten 90-Prozent-Marke mit sich gebracht.

(S.M.)