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Rommerskirchen: Einigung: Klubs verzichten auf Laufbahn

Rommerskirchen : Einigung: Klubs verzichten auf Laufbahn

Die Fußballer und der Turnverein Rommerskirchen haben sich geeinigt: Der neue Kunstrasenplatz kann auch für das Training zum Deutschen Sportabzeichen genutzt werden. Denn eine Laufbahn ist dafür doch nicht nötig.

Kurz vor der Eröffnungsfeier für den neuen Kunstrasenplatz am kommenden Wochenende haben die SG Rommerskirchen/Gilbach und der Turnverein Rommerskirchen (TVR) jetzt ein Problem gelöst, das zeitweise auch politische Wellen schlug. Weil es auf dem Kunstrasenplatz am Nettesheimer Weg keine Laufbahn mehr gibt, hatte Horst Püschel vom Turnverein um die Trainingsmöglichkeiten für das Deutsche Sportabzeichen gefürchtet. Er hatte gefordert, das mit Kunstrasen ausgestattete Gelände auch mit einer Laufbahn zu versehen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass für das Sportabzeichen doch keine Laufbahn nötig ist.

Karl-Heinz Wandke, Vorsitzender der SG Rommerskirchen/Gilbach, überreichte jetzt Horst Püschel den Schlüssel für das Sportgelände, auf dem Püschel und seine Übungsleiter Rudi Schnabel und Hubert Birkner weiterhin Training für das Sportabzeichen anbieten können. Statt langwieriger Verhandlungen bedurfte es Karl-Heinz Wandke zufolge "nur eines Telefonats", um das Problem aus der Welt zu schaffen. "Wir haben immer gesagt, dass wir auch den Breitensport erhalten möchten. Nur eine Laufbahn hätten wir uns nicht leisten können", sagt der Chef der Rommerskirchener Fußballer angesichts von Kosten in Höhe von 200 000 Euro selbst für günstigere Varianten. "Natürlich haben wir immer gesagt, dass der Turnverein nach dem Neubau der Anlage weiter Zugang haben soll. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten immer kooperativ mit anderen Sportvereinen und anderen Vereinen zusammenarbeiten", betont Wandke. "Wir haben Zugang zu der neuen Tartan-Kurzlaufbahn und zur Sprunggrube, die wir auch zum Kugelstoßen nutzen können", sagt Horst Püschel erfreut. Für den Langlauf ab 800 Meter und das Radfahren mit fliegendem Start haben er und seine Mitstreiter bereits im April "Möglichkeiten direkt außerhalb des Sportplatzes geschaffen", sagt Püschel. Gleich nach der Eröffnungsfeier für den Kunstrasenplatz soll es auch in Sachen Sportabzeichen wieder losgehen: Am Montag, 17. September, findet von 16 bis 18.30 Uhr das erste Training statt. Bis Ende Oktober nehmen Horst Püschel und die Übungsleiter des TVR jeweils montags während dieses Zeitraums die entsprechenden Prüfungen ab. CDU-Parteichef Michael Willmann zeigte sich erfreut und lobte die Einigung der Clubs: "Ich bin froh, dass durch die Gespräche und das umsichtige Handeln der Vereine die Abnahme des Sportabzeichens in Rommerskirchen weiterhin gesichert ist. Darüber hinaus ist dies ein wichtiger Faktor für die Gesundheitsförderung der Rommerskirchener Einwohner."

Um der Bauphase auszuweichen, hatte die Sportabzeichen-Gruppe des Turnvereins den diesjährigen Saisonstart vorverlegt. Zu größeren Problemen hat dies nicht geführt. Horst Püschel ist optimistisch, dass der Turnverein Rommerskirchen auch 2013 wieder ein Spitzenergebnis beim Sportabzeichen erzielen kann: "Ich gebe mir Mühe, dass wir wieder mindestens auf 50 kommen."

(NGZ)